Organspende: Veranstaltung im Roetgener Bürgersaal

Veranstaltung zum Thema Organspende im Bürgersaal : Entscheidungslösung oder Widerspruchslösung?

Mehr als 10.000 Menschen warten derzeit in Deutschland auf ein Spenderorgan. Die Bundestagsabgeordnete Claudia Moll und die ehemalige Gesundheitsministerin Ulla Schmidt wollen über dieses Thema mit den Roetgener Bürgern sprechen.

Mehr als 10.000 Menschen warten derzeit in Deutschland auf ein Spenderorgan. Es steht zweifelsfrei fest, dass die Zahl der Spenderorgane in Deutschland erhöht werden muss. Um eine Verbesserung zu erzielen, trat zum 1. April das Gesetz für bessere Strukturen und Zusammenarbeit in der Organspende (GZSO) in Kraft.

Um die Organspendebereitschaft weiter zu erhöhen, hat der Deutsche Bundestag im Juni in erste Lesung über Gesetzentwürfe beraten, deren Kernfrage lautet: Sollen die Menschen einer späteren Organspende weiterhin aktiv zustimmen, oder sollen alle automatisch Organspender sein, wenn sie nicht widersprechen?

Die Widerspruchsregelung sieht vor, dass jeder Bürger grundsätzlich Organspender ist, aber auch jederzeit widersprechen kann. Nach der Zustimmungslösung soll jeder Bürger weiter aktiv einer Organspende zustimmen, die Entscheidungsbereitschaft soll aber gestärkt werden. Die Abstimmung im Bundestag wird hierzu freigestellt. Das heißt, es gibt keine einheitliche Meinung der Parteien. Jeder Abgeordnete kann für sich selbst entscheiden. Im Herbst dieses Jahres soll der Bundestag über die Neuregelung abstimmen.

Die Bundestagsfraktion möchte wissen, wie die Bürger zum Thema Organspende stehen. Daher möchten die Bundestagsabgeordnete Claudia Moll und die ehemalige Gesundheitsministerin Ulla Schmidt auch mit den Roetgenern ins Gespräch kommen und die unterschiedlichen Gesetzentwürfe diskutieren.

Dazu laden sie herzlich zu ihrer Fraktion-vor-Ort-Veranstaltung am Samstag, 26. Oktober, um 11 Uhr in den Bürgersaal, Rosentalstraße 56, ein. Einlass ist ab 10.30 Uhr.

Um eine Anmeldung wird per E-Mail an claudia.moll.wk@bundestag.de gebeten.

Mehr von Aachener Nachrichten