Monschau: „One Way“: Die Herzen der Menschen tief berührt

Monschau : „One Way“: Die Herzen der Menschen tief berührt

Standing Ovations, mehrere Zugaben und eine gut gefüllte Spendenbox für die hörgeschädigten Kinder und Jugendliche der David-Hirsch-Schule Aachen: Das war die Bilanz des gut einstündigen Benefizkonzertes der Eifeler Coverband „One Way“, die sich mit einem reinen Akustik-Konzert auf neue musikalische Wege begab.

Marc Förster (Cajon, Gesang), Tommy Henn (Gitarre), Joana Keischgens (Bass, Gesang), Ricardo Lambertz (Gesang), Julia Maaßen (Keyboards), Henning Pautsch (Flügelhorn, Bass, Gesang) und Nadine Palm (Gesang, Querflöte) präsentierten an diesem Nachmittag neben modernen Balladen auch beliebte Weihnachtsmelodien, denen sie ihre eigene „One-Way“-Note verliehen.

Die wunderschöne Atmosphäre der Aukirche, im Einklang mit den wohligen Farben der Bühnentechnik, die Sascha Schütt und sein Team der Eifeler Mediengruppe kostenlos zur Verfügung gestellt hatten, zauberten einen Ort zum Wohlfühlen.

„Wir hätten nie damit gerechnet, dass so viele Leute unserer Einladung folgen würden“, freute sich Marc Förster, der die Gäste in der Aukirche begrüßte.

Bass-Frau Joana Keischgens eröffnete am Mikrofon mit „Santa Claus is coming to town“ das Benefizkonzert und zeigte, dass sie neben dem Bass-Spielen auch das Singen perfekt beherrscht. Ohnehin wagten die sieben jungen Musiker viele Experimente, für die sie mit lautem Beifall belohnt wurden.

So gab es Nadine Palm erstmals neben ihrer Rolle als Sängerin der Band an der Querflöte zu hören und so manch einer zeigte sich überrascht, erkannte er oder sie in Henning Pautsch am Flügelhorn, der jedoch auch als Bassist und Sänger fungierte, ein bekanntes Gesicht, da dieser als Mitbegründer von „One-Way“ ein knappes Jahr lang als Bassist dabei war.

Mit Balladen wie „Hey Jude“, „Chasin‘ Cars“ und „You raise me up“ brachte „One Way“ die Zuhörer zum Träumen. Doch bekannte Weihnachtsmelodien wie John Lennons „Happy Christmas“, Melanie Thorntons „Wonderful Dream“ und Leonard Cohens „Hallelujah“ durften an diesem kurzweiligen Nachmittag ebenfalls nicht fehlen.

Bei Bette Midlers Hit „The Rose“, der dreistimmig zu hören war, gab es für manche keine Zurückhaltung mehr, sodass mehrere Taschentücher zum Trocknen einiger Tränchen zu sehen waren.

Beim fröhlichen Weihnachtsklassiker „Feliz Navidad“ animierte Frontmann Ricardo Lambertz die Gäste, sodass alle laut mitklatschen und mitsangen. Wie von allein füllten sich dabei die beiden Spendenboxen, die die Musiker durch die Bankreihen schickten.

Ob Jung ob Alt, jeder war bereit, etwas für diese musikalisch Leistung zu geben und etwas Gutes für die Kinder und Jugendlichen der David-Hirsch-Schule zu tun.

Schulleiterin Susanne Keppner, die eigens für das Konzert aus Aachen angereist war, zeigte sich begeistert von dem Engagement der jungen Musiker: „Wir waren wirklich ganz tief berührt, als wir einen Anruf von der Band bekamen, dass sie für uns auf ihrem Premieren-Benefizkonzert Spenden sammeln möchten. Die Kinder und Jugendlichen werden sich sehr über die Spenden freuen, wir sagen jetzt schon einmal danke im Namen all unserer Schüler und Lehrer.“

Sage und schreibe 1148 Euro erspielte „One Way“ an diesem Nachmittag für den Förderverein der David-Hirsch-Schule Aachen. Die Spende wird die Band dem Förderverein der Schule nach den Weihnachtsferien übergeben.

Für das Publikum gab es am Ende kein Halten mehr, als Michael Jacksons Klassiker „We are the World“ als Finalsong erklang und die begeisterten Gäste einen Refrain ganz alleine sangen.

Sichtlich gerührt zeigten sich die Bandmitglieder, als alle Zuschauer geschlossen aufstanden und sie für ihr Konzert feierten.

Mit der Zugabe „Time to Wonder“, bei dem Tommy Henn an der Gitarre und Julia Maaßen an den Keyboards glänzten, bedankten sich die Musiker bei ihren Gästen.

Eins durfte jedoch auch bei diesem Auftritt der Band nicht fehlen — der Hit des Jahres 2012, „An Tagen wie diesen“. Wer die Band kennt, der weiß, dass dieses Lied in diesem Jahr immer das Letzte war, das die Musiker als kleines Highlight spielten. Als Akustik-Version hatte es aber von „One Way“ noch niemand gehört, noch nicht einmal die Bandmitglieder selber, die sich beflügelt von dem begeisterten Zuhörern, spontan dazu entschieden, ihren ganz persönlichen Lieblingssong auch einmal in einer neuen Version zu spielen und damit wieder für Gänsehaut beim Publikum sorgten.

Mit diesem Benefizkonzert haben die jungen Musiker bewiesen, dass sie neben lauten, fetzigen und wilden - auch ruhige, nachdenkliche und besinnliche Klänge beherrschen und Jung und Alt damit in ihren Bann ziehen können.

Eines stand für die Menschen vor und auf der Bühne am Ende des Nachmittages allerdings schnell fest: Ein solches Konzert bedarf einer Wiederholung, und die wird es im nächsten Jahr auch geben, wie „One Way“ spontan beschloss.

(nap)
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