Imgenbroich: Olympischer Gedanke unter heißer Sommersonne

Imgenbroich: Olympischer Gedanke unter heißer Sommersonne

Spannende und mit leistungsstarken Teams aus der Region besetzte Jugend-Fußballturniere, eine Biker-Rallye über wildromantische Nordeifelpisten, eine Kondidtion, Geschicklichkeit und Mannschaftsgeist fordernde Kinderolympiade sowie der Klassiker „Spiel ohne Grenzen” prägten das Sportwochenende des FC Imgenbroich.

Eine stattliche Zuschauerkulisse erlebte „Auf der Rahm” und unter heißer Sommersonne ein abwechslungsreiches, wenngleich schweisstreibendes Programm für die Aktiven. Das Publikum beobachtete das Geschehen bequem von schattiger Warte und mit vielen kühlen Getränken.

Der Sonntag stand ganz im Zeichen eines Turniers für E-Junioren. Hier traten in zwei Gruppen insgesamt zehn Klubs aus dem Kreis Aachen und Ostbelgien an und ermittelten die Finalgegner. Nach bereits überzeugenden Leistungen in der Vorrunde siegte im hochklassigen Endspiel Alemannia Aachen II gegen ihre Klubkameraden, die schwarzgelbe Erstgarnitur vom Tivoli mit 4:3 im Siebenmeterschießen.

Rang drei eroberte die gastgebende Spielgemeinschaft Monschau/ Mützenich/Imgenbroich dank einem 1:0 gegen Breinig. Auf den Tabellenrängen danach der FC Roetgen als Fünfter, die SG Simmerath/Rollesbroich, JSV Baesweiler, die SG Raeren/Eynatten, SG Strauch/Steckenborn und der TV Konzen.

Bereits am Samstag, wertete Rainer Heinig, Jugendleiter des FC Imgenbroich, „haben wir guten Sport unserer Nordeifeler Nachwuchskicker gesehen”. Heinig war, in Aktion mit einem guten Dutzend seiner Vereinskameraden, für die Organisation und reibungslosen Turnierablauf verantwortlich. Parallel zu den Bambini- Partien (Jahrgang 2003) starteten die F1-Junioren zu ihrem Vergleich um Pokalehren auf dem Rasen.

Dieses Turnier endete mit einem Herzschlagfinale. Es siegte Germania Eicherscheid mit vier Punkten nach drei Begegnungen und einem Torverhältnis von 5:4. Die Verfolger, FC Roetgen und TuS Lammersdorf, wiesen beim Schlusspfiff ebenfalls vier Pluszähler auf, freilich bei ausgeglichenem bzw. negativen Torkonto. Die ausrichtende SG Monschau/Mützenich/Imgenbroich erwies sich als gute Gastgeberin und wurde Vierter.

Auch der Klassiker „Spiel ohne Grenzen” und eine Kinderolympiade bildeten unterhaltsame Aktivposten im Programm des Sportwochenendes beim FC Imgenbroich. Dirk Peters von der FC- Tischtennisabteilung und seine für das Spektakel mitverantwortlichen Vereinskameraden hatten Sonntag insgesamt acht Disziplinen ausgetüftelt, in denen Ortsvereine und die Bewohner ganzer Straßenzüge miteinander wetteiferten; Sieg und Platz waren freilich unbedeutend gegenüber fröhlichem Miteinander der Teams.

So mussten sie Schubkarren flott über den grünen Parcours schieben, Traktorenreifen in Windeseile rollen, Tischtennisbälle „spucken”, mit rohen Eiern werfen oder Getränkekästen stapeln. Apropos Getränke: Sie durften, angesichts schier tropischer Wettkampftemperaturen und ungehemmt strahlender Sonne zwecks Erfrischung der Akteure reichlich genossen werden, dies sogar ebenfalls gegen die Uhr, wenn auch maßvoll nach festgesetzten Regeln und gezielt.

„Unsere zugelassenen Mannschaften sind bewusst gemischt, wir haben keine Einzelkämpfer am Start.” Mit diesen Worten beschrieb Imke Schmitz von der FC- Kinder-Turnriege die Kriterien an der Teilnahme einer heiteren Kinderolympiade. Deren Inhalte, für die Jüngsten von drei bis zehn Jahre erstellt, hatte Imke Schmitz in Gemeinschaft ihrer „Mütterkolleginnen” Ira Telöken, Tina Merten, Nicole Peters und Heike Heinig erarbeitet.

So hatten Alt und Jung zum Vergnügen einer temperamentvoll das Rasengeschehen verfolgenden Schlachtenbummlerkolonie heikle Wassertransporte auszuführen, Tennisbälle möglichst weit zu schleudern, mit Schubakarren zu sprinten, in Säcken hasenhurtig zu hüpfen oder, wie auf der Kirmes, eine Blechdosenpyramide zum Einsturz zu bringen. Alle Herausforderungen trugen dem olympischen Gedanken vom bekanntlich freudig-entscheidenden Dabeisein bis zum frühen Sonntag Abend Rechnung.