Simmerath: Nur neun Stimmberechtigte bei Mitgliederversammlung der CDU

Simmerath: Nur neun Stimmberechtigte bei Mitgliederversammlung der CDU

Im Versammlungsraum des Hotels „Zur Post“ haderte Hajo Dautzenberg am Donnerstagabend angesichts der wenig besetzen Stühle zunächst ein wenig über die geringe Resonanz zur Mitgliederversammlung des CDU-Ortsverbandes Simmerath (Bickerath-Witzerath).

Von den derzeit 71 Mitgliedern waren neben vier Gästen lediglich neun stimmberechtigte CDU-Vertreter erschienen, obwohl unter anderem nicht unwichtige Wahlen anstanden. Manfred Prommschenkel aus Simmerath, Stephan Haas aus Witzerath und Jens Wunderlich aus Huppenbroich wurden dabei für den Ortsverband für den jeweiligen Wahlbezirk gewählt.

Erfreulich war laut Geschäftsführer Dautzenberg, dass man mit Petra Motter ein neues Mitglied für die Christdemokraten gewinnen konnte. Sie wurde dann auch neben Stephan Braun und Andreas Conrads direkt als Ersatzbewerber für die Wahlbezirkskandidaten vorgeschlagen. In seiner Begrüßung konnte Vorsitzender Stephan Braun auch den Gemeindeverbandsvorsitzenden Bernd Goffart und den Gemeindeverbandsgeschäftsführer Andreas Hermanns begrüßen. In seinem kurzen Resümee zum Ortsverband hielt Braun fest, dass es ein Trend der Zeit sei, dass zwar viele junge Leute die CDU wählen, sich aber parteilich nicht binden wollten.

Ortsvorsteher Stephan Haas gab hiernach einen Bericht zur Arbeit des Gemeinderates ab. Er stellte fest, dass die neue Schwimmhalle mit hohen Besucherzahlen offensichtlich gut in der Bevölkerung angekommen sei. Auch wurde der neue Sportplatz ohne Überziehung der Kosten termingerecht fertiggestellt. Höchstes Lob erhielten in dem Zusammenhang die Fußballer der Hansa, die laut Haas die versprochene Eigenleistung erbracht hatten. Stephan Haas sprach diesbezüglich von „einer tollen Leistung“. Zur neuen Sekundarschule hielt er fest: „Wir können froh sein, dass wir die Sekundarschule nach Simmerath bekommen haben“. Die Anmeldezahlen seien sehr gut „und irgendwann dürfte die Sekundarschule aus allen Nähten platzen“.

Ferner bezeichnete der Ortsvorsteher die Wohnraumerrichtung im Zentralort nach wie vor als hervorragend. Aus der Versammlung heraus wurde von Jens Wunderlich und Josef Mohren, der kürzlich auf eigenen Wunsch sein Ratsmandat aus Altersgründen niederlegte, die gute Zusammenarbeit innerhalb des CDU-Ortsverbandes und des Gemeinderates erwähnt, was auch dem anwesenden Bernd Goffart freute.

Neid um Infrastruktur

Der Gemeindeverbandsvorsitzende der Simmerather Christdemokraten erinnerte aber auch daran, dass man für den Zentralort in der Vergangenheit schwere Entscheidungen haben treffen müssen. Im Zusammenhang mit der zuvor angesprochenen Wohnraumansiedlung hielt er fest: „Wir müssen alles tun, damit die Bevölkerungszahl nicht, wie vielfach prognostiziert, zurückgeht“. In Richtung möglicher Investoren hielt er fest: „Wir werden da weiter abwägen, in welche Richtung wir uns entscheiden“. Bernd Goffart verwies abschließend noch einmal auf die „blendende Infrastruktur“ der Gemeinde, wozu man von vielen beneidet wird. So könne man ohne Überheblichkeit von Simmerath als einem „blühenden Ort“ sprechen.

(ho)
Mehr von Aachener Nachrichten