Mützenich: Nicht noch eine Zittersaison: TuS Mützenich in der Vorbereitung

Mützenich : Nicht noch eine Zittersaison: TuS Mützenich in der Vorbereitung

Schnell musste man beim TuS Mützenich schon zu Beginn der Spielzeit 2017/2018 das gesteckte Saisonziel zurückfahren, denn eine anfängliche Niederlagenserie warf die Mannschaft von Trainer Achim Sarlette entscheidend ins Hintertreffen.

Einen einzigen Erfolg in der Hinserie registrierten die Verantwortlichen des TuS, denn die Partie gegen Borussia Brand (die Begegnung wurde als Nachholspiel erst in der Rückrunde ausgetragen) konnte überraschend mit 3:1 erfolgreich über die Bühne gebracht werden. Ziemlich abgeschlagen fand man sich bei den Vennkickern mit nur neun Zählern auf dem vorletzten Tabellenplatz wieder.

Aufbäumen gegen Abstieg

Nach der Hinserie hatten sich viele im Verein schon mit dem Abstieg in die Kreisliga C abgefunden. Der Anhang des TuS Mützenich ließ das Team jedoch in der Rückrunde nicht fallen, die Akteure hatten den Ernst der Lage erkannt und bäumten sich gegen den drohenden Abstieg auf. Nimmt man nur die Rückrundentabelle zum Maßstab für die gesamte Spielzeit, so wäre der TuS letztlich auf dem 7. Tabellenplatz gelandet.

Nach 30 absolvierten Punktspielen rangierte die Mützenicher Mannschaft mit 30 Punkten auf dem 12. Platz, der nicht für den Abstieg in Frage kam. Ein Manko für den TuS über die gesamte Spielzeit war sicherlich auch die Tatsache, dass gegen die lokale Konkurrenz des Aufsteigers TuS Lammersdorf sowie gegen die Zweitvertretungen aus Eicherscheid, Konzen und Roetgen lediglich ein Erfolg verbucht werden konnte.

Dass der TuS Mützenich eine katastrophale Hinserie hingelegt hatte, stieß bei Trainer Achim Sarlette auf Ratlosigkeit: „Nach einer sehr guten Vorbereitung war ich davon ausgegangen, dass wir uns wesentlich besser präsentieren würden. Die Stimmung innerhalb der Mannschaft schlug ins Negative über. Ein Substanzverlust war unverkennbar.

In der Winterpause standen für die Mannschaft drei wöchentliche Trainingseinheiten auf verschiedenen Plätzen in der hiesigen Region auf dem Programm. Im Anschluss starteten wir eine tolle Aufholjagd und wurden letztlich mit dem verdienten Klassenerhalt noch belohnt.“

Aufbruchstimmung

Vom faden Beigeschmack der überaus schwachen Hinrunde der zurückliegenden Spielzeit 2017/2018 will man beim TuS Mützenich im Hinblick auf die neue Saison nichts mehr wissen. Das aktuelle Konzept, das vom neuen Teammanager Ralf David ausgearbeitet wurde, soll für eine Aufbruchstimmung im Verein sorgen. Vorrangig sollen Akteure aus der eigenen Jugend sowie Jugendliche von anderen Vereinen, die dort aufgrund der Höherklassigkeit des Vereins nicht zum Zuge kommen, in den Kader der Ersten eingebaut werden.

„Unser Ziel muss es sein, uns hinter dem TV Konzen als führender Verein in der hiesigen Region zu etablieren. Hier in Mützenich bieten wir sehr gute Voraussetzungen, denn aus meiner Sicht verfügen wir über einen tollen Rasenplatz, der keinen Vergleich mit anderen Plätzen im größeren Umfeld scheuen muss und der seine Feuertaufe bei der Begegnung der Traditionself des FC Schalke 04 gegen den Fanclub ‚Der auf Schalke tanzt‘ mit Bravour bestanden hat, sowie über einen ausgeprägten Zusammenhalt und Gemeinschaftssinn innerhalb des Vereins, der regelmäßig gepflegt wird“, betonte David.

Sechs Wochen reichen nach Ansicht von Trainer Sarlette, um die Mannschaft für den Saisonstart am 26. August auf Vordermann zu bringen. Im Vordergrund der anfänglichen Übungseinheiten standen Verbesserungen im konditionellen und krafttechnischen Bereich unter gleichzeitiger taktischer Weiterbildung.

Spricht man Sarlette auf das Auftaktprogramm in der Kreisliga B, Staffel 2, an, so muss er erst einmal tief durchatmen: „In den ersten vier Begegnungen treffen wir auf die Mannschaften, die ich auch am Ende der Spielzeit auf den ersten vier Plätzen in der Abschlusstabelle erwarte.“ Dennoch möchte der Coach in den Partien bei Borussia Brand, gegen Berger Preuß, bei der DJK Würselen und gegen die Sportfreunde Hehlrath möglichst „den einen oder anderen Punkt ergattern“.

Im ersten Testspiel auf heimischem Gelände besiegte der TuS Mützenich den C-Kreisligisten SV Venrath (bei Erkelenz) mit 9:1. Bei der siebten Austragung des Robert-Löhrer-Gedächtnis-Cups der Eicherscheider Germania schied der TuS Mützenich nach den Begegnungen gegen den SV Breinig III (4:0) und den VfL 08 Vichttal II (0:3) nach der Vorrunde aus.

Bei einem Turnier des SV Schöneseiffen sicherte sich der TuS den Einzug ins Halbfinale nach den Partien gegen den SV Sistig/Krekel (3:0) und den SG Oleftal (2:2). Endstation für die Mützenicher Mannschaft war die DJK Dreiborn (0:1). In einem weiteren Vorbereitungsspiel musste sich der TuS dem C-Kreisligisten SV Falke Bergrath knapp mit 2:3 geschlagen geben. In der ersten Runde des Kreispokals gastiert der TuS Mützenich am Sonntag, 19. August, 15 Uhr, beim B-Kreisligisten VfJ Laurensberg.

Veränderungen im Kader

Vom C-Kreisligisten Spielgemeinschaft Monschau/Imgenbroich wechselten André Heinig und Marcel Nitzsche zum TuS. Zekarias Yosief und Petros Habtimkiel (beide aus Eritrea) sowie die beiden reaktivierten Akteure Moritz Harings und Christian Heinrichs finden Berücksichtigung für den Kader der Zweiten Mannschaft. Der TuS verzeichnet einen Abgang. Fabian Schleth schließt sich in der neuen Spielzeit 2018/2019 der Spielgemeinschaft Monschau/Imgenbroich an.

Achim Sarlette kann sich auf die Unterstützung der beiden für die Zweite Mannschaft vorgesehenen Trainer Ralf Wilden (ist nunmehr Inhaber der C-Lizenz) und Karl Volpatti, von Christian Schmitz, der sich vornehmlich um das Aufbautraining verletzter Spieler kümmert, des Torwart-Trainers Ingo Apfelbaum, der beiden Betreuer Matthias Pauly und Mario Steffens sowie der Physiotherapeutin Tanja Krings (wird derzeit von Viola Gostek vertreten) verlassen.

Sarlette kann auf einen großen Kader der Ersten und Zweiten Mannschaft (das Durchschnittsalter konnte auf 26 Jahre gesenkt werden) zurückgreifen. Der Kader bietet somit Alternativen, um auf verletzungsbedingte Ausfälle besser reagieren zu können. Nicht noch einmal eine Zittersaison wünscht sich Sarlette, der mit seiner Truppe „einen einstelligen Tabellenplatz anpeilt“.

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