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Eifelklinik und Ärzte nehmen Angst: Nicht-Corona-Patienten scheuen den Weg zum Arzt

Eifelklinik und Ärzte nehmen Angst : Nicht-Corona-Patienten scheuen den Weg zum Arzt

Das Simmerather Krankenhaus und die niedergelassenen Ärzte appellieren an alle Bürger in der Nordeifel, sich auch bei anderen Erkrankungen als einer Covid-19-Infektionen an die gewohnten ärztlichen Ansprechpartner vor Ort zu wenden.

„Sowohl die Eifelklinik, als auch die Praxen der Region machen derzeit die Erfahrung, dass Nicht-Covid-19-Patienten sich nicht oder zu spät in ärztliche Behandlung begeben – sei es aus der Angst heraus, sich mit dem Coronavirus anzustecken, oder aus Unsicherheit, inwiefern der normale Praxis- und Klinikbetrieb überhaupt derzeit fortgeführt wird. Diese Sorge möchten wir gemeinsam den Patienten unbedingt nehmen“, hieß es in einer am Freitag verbreiteten, gemeinsamen Presseerklärung.

In der Mitteilung, die auch auf der Internetseite des Krankenhauses (www.st-brigida.de) veröffentlicht wurde, wenden sich die Mediziner direkt an alle Patientinnen und Patienten:

„Der Maßnahmenplan der Bundesregierung gegen eine weitere Ausbreitung des neuartigen Coronavirus sieht vor, aktuell medizinisch nicht notwendige Eingriffe möglichst zu verschieben oder auszusetzen, um das Gesundheitssystem und die verfügbaren personellen und infrastrukturellen Ressourcen nicht unnötig zu beanspruchen und ausreichende Kapazitäten für Covid-19-Patienten freizuhalten. Wichtig für Sie zu wissen ist, dass dies immer vor dem Hintergrund der medizinischen Vertretbarkeit geschieht. Wer eine Behandlung benötigt, erhält diese selbstverständlich auch in ‚Corona-Zeiten‘! Scheuen Sie bitte entsprechend auf keinen Fall den Gang zum Arzt.

Sowohl die niedergelassenen Kollegen in ihren Hausarztpraxen als auch die KV-Notfallpraxis stehen Ihnen bei akuten gesundheitlichen Beschwerden wie gewohnt als erster Ansprechpartner zur Verfügung. Auch die Ambulanz der Eifelklinik ist bei schwereren akuten Fällen wie Frakturen, Bauchschmerzen aus unklarer Ursache, Bluterbrechen oder Blut im Stuhl, Verdacht auf ein Tumorleiden, Atemwegsinfektionen (COPD) oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen für Sie da. Dabei ist es sowohl in der Praxis als auch im Krankenhaus uneingeschränkt möglich, Patientenströme voneinander zu trennen und so eine etwaige Ansteckung mit dem Coronavirus zu vermeiden. Sie dürfen in dieser Hinsicht unbesorgt sein. Auch operative Eingriffe und Endoskopien können für die entsprechenden Erkrankungen weiter durchgeführt werden, ebenso die Behandlung bestehender schwerer Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Sollten Sie unsicher sein, stehen Ihnen die Kolleginnen und Kollegen sowie das Krankenhaus unter den bekannten Rufnummern jederzeit telefonisch zur Verfügung. Holen Sie hier gerne Rat ein, bevor Sie einen Arzt aufsuchen. Wenn möglich, bringen Sie bitte eine Mund-Nasenmaske mit zum Termin, um sich und andere zu schützen. Bitte befolgen Sie auch die allgemeinen Hygienehinweise des Robert Koch-Instituts. Und vor allem: Bleiben sie gesund und achten Sie auf sich und Ihre Mitmenschen! Gemeinsam sind wir stark!“

(hes)