Kunstrasenplatz Kesternich: Neues Wohnzimmer für den SV Nordeifel

Kunstrasenplatz Kesternich : Neues Wohnzimmer für den SV Nordeifel

Wenn sich die Pläne des Fußballkreises nicht noch ändern, dann wird den F-Jugend-Kickern des SV Nordeifel am 3. November um 10 Uhr eine große Ehre zuteil. Denn an diesem Samstagmorgen werden die kleinen Nachwuchsfußballer der Spielgemeinschaft — Stand jetzt — das erste offizielle Pflichtspiel auf dem nigelnagelneuen Kunstrasen am Vereinsweg in Kesternich bestreiten.

In der vergangenen Woche wurden die Außenarbeiten am Spielfeld mit dem neuen Belag zum Abschluss gebracht, so dass nun die rund vier- bis fünfwöchige „Ruhefrist“ beginnen konnte. Die Jugend- und Seniorenfußballer des SV Nordeifel, der den neuen Platz nutzen wird, scharren natürlich schon mit den Hufen, werden aber noch einige Wochen wie gewohnt Training und Spiele auf den Rasenplätzen in Strauch und Rollesbroich austragen.

Wenn Bodenbelag und Prallschutz an den Wänden verlegt und die Sozialräume fertig sind, kann auch in der neuen Halle am Vereinsweg der Spiel- und Trainingsbetrieb starten. Foto: Heiner Schepp

Nur die Bambini werden eventuell schon vor dem „Tag X“, also dem 1. November, hier trainieren dürfen, „da der jüngste Nachwuchs des SV Nordeifel aus allen Dörfern ringsum kommt und Kesternich da einfach die zentralste Lage ist“, wie Ralf Stollenwerk, Vorsitzender des TSV Kesternich, erläutert.

Zaun, Geländer und Flutlicht

„Das hat alles sehr gut geklappt“, blickt der Vorsitzende auf die vergangenen Monate zurück und lobt die bauausführenden Firmen, die parallel zur Eigenleistung der Vereine gearbeitet hätten und sogar vor der Zeit fertiggeworden wären. Für die eigenen Arbeiten rund um den neuen Kunstrasen war und ist der SV Nordeifel zuständig.

„Wir haben in den letzten Tagen 210 Meter Umzäunung für das Sportplatzgelände aufgestellt und werden noch das Geländer an der Längsseite vor dem Sportheim aufstellen“, erläutert Horst Voßen, Vorsitzender der Spielgemeinschaft. Die Aufstellung des Flutlichts wiederum war Sache des TSV, der auch künftig die Stromkosten trägt, und der Gemeinde, die die Lichtanlage angeschafft hat.

Das Kleinspielfeld und ein Beachvolleyballfeld neben dem Kunstrasenplatz werden voraussichtlich zu einem späteren Zeitpunkt in Angriff genommen, wie Stollenwerk und Vohsen erläutern.

Mit Hochdruck gearbeitet wird dagegen in den Gebäuden am Vereinsweg, wie die Adresse des neuen Sportzentrums nun offiziell lautet. „Wir mussten für die Verlegung sämtlicher Jugend- und Seniorenheimspiele ab 1. November nach hier eine Adresse angeben und haben uns in Abstimmung mit der Gemeinde auf diesen Namen verständigt“, erklärt Horst Voßen.

Bisher und im Volksmund sei für den Zeltplatz immer die Adresse „Höhe“ genannt worden, doch das habe schon in der Bauphase zu Verwirrung geführt, als Anlieferfahrzeuge die Adresse „Auf der Höhe“ angefahren hätten — in Steckenborn.

Am Vereinsweg schlagen womöglich schon vor dem SV Nordeifel noch andere Sportler des TSV Kesternich auf — und das wortwörtlich. „In den nächsten Tagen kommt der Hallenboden“, frohlockt Ralf Stollenwerk und deutet auf das 24 mal 13,5 Meter große Spielfeld, wo noch in diesem Jahr die starken Tischtennisteams des TSV schmettern, die Volleyballer baggern und andere Gruppen des Vereins tanzen, turnen und sich anderweitig bewegen können.

Auch die Errichtung der Halle in Holzrahmenbauweise durch eine Fachfirma aus St. Vith lief wie am Schnürchen und ergänzte sich prima mit den Eigenarbeiten im Nebenbereich der Halle durch den TSV. Die Halle wird eine lichte Höhe von sechs Metern haben, das Volleyballspielfeld wird 9 mal 18 Meter groß.

Karneval wird gefeiert

Noch nicht ganz so weit sind die Arbeiten auf der anderen Gebäudeseite, wo das Dorfgemeinschaftshaus seinen Platz gefunden hat. Der große Raum mit der verschiebbaren Glasfassade, wo ein Festzelt angebaut werden kann, wird aber bis Karneval fertig sein, wie die Vereinsvertreter überzeugt sind. Seine Feuertaufe hat der „Saal“ ja ohnehin schon — damals noch im Rohbauzustand — beim tollen Maifest feiern können. Anfang 2019 werden es die Kester Lehmschwalben krachen lassen.

Offen ist aber noch, wann die musiktreibenden Vereine ihren Probebetrieb nach hier verlegen werden können. Es ist also noch viel zu tun am Vereinsweg in Kesternich — mit der Fertigstellung des Kunstrasenplatzes aber ist ein erster Meilenstein gesetzt.

Mehr von Aachener Nachrichten