Roetgen: Neues Haus Jennepeter in Roetgen fängt bei Null an

Roetgen: Neues Haus Jennepeter in Roetgen fängt bei Null an

Mit neuem Namen und neuer Geschäftsführung will das Seniorenzentrum Haus Jennepeter einen weiteren großen Schritt aus der Krise machen. Seit der Eröffnung des Insolvenzverfahrens am 1. August leitet Peter Dolezich die neu gegründete „Eifelresidenz”.

„Für die betreuten Personen ändert sich nichts, weil die Pflege unangetastet bleibt. Wir werden lediglich im finanziellen Bereich Änderungen vornehmen”, erklärt der 47-Jährige.

Die Tatsache, dass das Seniorenzentrum in eine erhebliche wirtschaftliche Schieflage geraten ist, konnte den gelernten Kaufmann und Pflegedienstleister nicht von einem Engagement abbringen. „Da wir bei Null anfangen, sehe ich gute Chancen dem Haus eine solide Basis zu geben”, sagt Dolezich, der ab dem 1. Oktober auch die Heimleitung übernimmt.

Für Vorgängerin Sabine Huppertz, die drei Monate im Amt war und von der finanziellen Situation vollkommen überrascht wurde, ist klar, „dass wir einen Mann geholt haben, der vom Fach ist und sein Handwerk von der Pieke auf gelernt hat.”

Sie selbst werde sich zurückziehen und sich mehr um ihren eigenen Pflegedienst kümmern. „Ich bin mir sicher, dass sich die Residenz etablieren wird. Die Pflege war trotz der schwierigen Lage in den letzten Monaten immer hundertprozentig.”

Aus diesem Grund seien keine Einsparungen im Bereich des Pflegepersonals geplant, berichtet Dolezich. „Alle Arbeitsplätze bleiben erhalten. Die Mitarbeiter haben während der Insolvenz ihre Loyalität unter Beweis gestellt. Das soll belohnt werden.” Gespart wird dafür an anderer Front: bei den Kosten des täglichen Bedarfs. „Es sind Kosten gelaufen, die nicht hätten sein müssen. Da meldet sich meine kaufmännische Seele”, sagt Dolezich.

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