Imgenbroich: Neues „Handwerkszeug für den Schutz der Bürger“ eingeweiht

Imgenbroich : Neues „Handwerkszeug für den Schutz der Bürger“ eingeweiht

Groß war die Resonanz bei den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr des Löschzuges Konzen/Imgenbroich sowie bei der Imgenbroicher und Konzener Bevölkerung, die den Weg zum Feuerwehrgerätehaus am Himo gefunden hatten, um der von Pfarrer Friedrich Hack vorgenommenen Einweihung des neuen Löschfahrzeugs (HLF20) beizuwohnen. Das neue Fahrzeug ersetzt ein 1988 für die Löschgruppe Imgenbroich beschafftes Fahrzeug (LF16).

Die Verantwortlichen legten Wert darauf, dass das Fahrzeug so konzipiert wurde, dass es in erster Linie die Einsätze des Brandschutzes abdeckt. „Als vor vier Jahren mit dem Projekt begonnen wurde, war klar, dass das neue Fahrzeug eine Erweiterung der Löschzugkomponente, aber auch ein Fahrzeug sein sollte, das den Anforderungen der gesamten Feuerwehr Monschau entspricht.

Das neue Fahrzeug wurde in stundenlanger Arbeit von den Mitgliedern des Löschzuges geplant und im Anschluss mit der Wehrführung besprochen. Es folgte ein aufwendiges Ausschreibungsverfahren. Von der Bestellung bis zur Auslieferung dauerte es 19 Monate. Mitte Juni wurde das Fahrzeug dann im Teutoburger Wald abgeholt“, schilderte Löschzugführer Guido Schmitz.

Das 290 PS starke Fahrzeug mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 16 Tonnen hat eine komplette Beleuchtung in LED. Im Mannschaftsraum befinden sich fünf Atemschutzgeräte. Mit dem Fahrzeug können 2000 Liter Löschwasser und 120 Liter Schaummittel befördert werden. Das Fahrzeug wurde mittlerweile schon bei zehn Einsätzen, unter anderem auch bei einem Großbrand in einer Lagerhalle im Industriegebiet, in Anspruch genommen.

Guido Schmitz, der auch Abordnungen anderer Wehren aus dem Stadtgebiet Monschau begrüßen konnte, dankte dem Rat und der Verwaltung der Stadt Monschau, die das Projekt unterstützend begleitet hätten. „Letztendlich ist das Fahrzeug nur ein Handwerkszeug zum Schutz der Bürger in unserer Stadt. Gäbe es nicht genügend Menschen, die sich freiwillig in den Dienst der Allgemeinheit stellen würden, würde das beste Fahrzeug nichts nutzen“, betonte Schmitz.

Die Bedeutung der Anschaffung des neuen Fahrzeuges hob Monschaus Bürgermeisterin Margareta Ritter besonders hervor. „300.000 Euro wurden in die Sicherheit investiert. Über 200 ehrenamtlich tätige, engagierte Feuerwehrkameraden leisten durch ihre ständige Bereitschaft einen wertvollen Dienst für die Allgemeinheit. Von der Entscheidung über die Mittelbereitstellung bis zur Einsegnung dauerte es rund zwei Jahre. Der Erfolg ist heute hier für alle sichtbar. Ich wünsche dem Löschzug mit dem neuen Fahrzeug für die Zukunft erfolgreiche Einsätze“, sagte sie.

Falk Claßen, der Leiter der Monschauer Feuerwehr, zeigte sich erfreut über die Tatsache, dass der Brandschutzbedarfsplan erfolgreich umgesetzt werden konnte. Er wünschte dem Löschzug Konzen/Imgenbroich viel Erfolg mit dem neuen Fahrzeug.

„Sicherheit kostet“

Kreisbrandmeister Bernd Hollands, der nach sieben Jahren in seiner Funktion in Kürze von Thomas Sprank abgelöst wird, freute sich, dass „die heutige Veranstaltung bei der Feuerwehr und bei der Bevölkerung großen Anklang gefunden hat“. In seinen Ausführungen verteidigte er die Kosten des Fahrzeuges. „Sicherheit kostet eben auch ein paar Euro. Ich wünsche den Feuerwehrkameraden, dass sie bei den Übungen und bei den Einsätzen mit dem Fahrzeug immer eine glückliche Hand haben werden.“

(ame)
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