Nordeifel: Neuer Traditions- und Förderverein will alte Schule wiederbeleben

Nordeifel: Neuer Traditions- und Förderverein will alte Schule wiederbeleben

Zwei Vereine ziehen jetzt an einem Strang, um in der alten Schule von Wollseifen eine Dokumentationsstätte einzurichten.

Da eine Trägerschaft über 30 Jahre gesichert sein muss, fusionierten jetzt der Traditions- (über 100 Mitglieder) und der Förderverein Wollseifen (über 50 Mitglieder). Und so soll der neue Verein auch heißen: Traditions- und Förderverein Wollseifen. Über die Namensgebung wird aber erst in einer Sitzung im Sommer endgültig abgestimmt.

„Wir müssen die Sache jetzt in Angriff nehmen oder gar nicht”, sagt Wilfried Ronig aus Hühnerbusch, einer der beiden stellvertretenden Vorsitzenden des neuen Vereins. Schließlich müssen Fördergelder aufgetrieben werden. Am 1. Februar läuft die Frist zur Antragstellung bei der Rheinischen Sparkassenstiftung ab. Der Antrag wurde jetzt verschickt.

Der Traditionsverein sei überaltert, sagt Ehrenvorsitzender Franz-Josef „Fritz” Sistig. Die Mitglieder hätten also keine 30 Jahre Trägerschaft garantieren können. Deshalb sei man auf den Gedanken gekommen, die Kräfte von Traditions- und Förderverein zu bündeln.

Zunächst beschlossen die Mitglieder des Fördervereins die Fusion einstimmig. Gleiches geschah eine Stunde später in der außerordentlichen Generalversammlung des Traditionsvereins.

Viel Eigenleistung

Es wurde bereits ein neuer Vorstand gewählt. Vorsitzender des neuen Vereins ist Karl Heup aus Wolfert. Zu seinen Stellvertretern wurden Herbert Keutgen und Wilfried Ronig gewählt. Hans Georg Stump arbeitet als Schriftführer, Ruth Möhrer als Kassiererin.

Beisitzer sind Pfarrer Philipp Cuck und Georg Toporowsky, Pastoralreferent der Seelsorge in Nationalpark Eifel und Vogelsang, sowie Siegbert Heup, Leo Jacobs und Christel Küpper. „Wir müssen jetzt anpacken”, sagt auch Fritz Sistig. Vor zwei Jahren sei schon einmal eine erste Kostenaufstellung erarbeitet worden. Man werde sich mit dem Kreis Euskirchen in Verbindung setzen und über den weiteren Fortgang sprechen. Sistig hofft, dass auch die NRW-Stiftung dem Verein wieder unter die Arme greift. Dies sei versprochen worden.

Fest steht für den Ehrenvorsitzenden, dass wieder viel Eigenleistung investiert werden muss. Einige Handwerker haben ihre Mitarbeit schon zugesichert. Man müsse nun die Modalitäten ausloten, sagt Wilfried Ronig. Es stehe ein Gespräch mit der Nationalpark-Verwaltung an. Die finanziellen und arbeitstechnischen Fragen müssten beantwortet und der Denkmalschutz eingebunden werden.

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