Rurberg: Neuer Defibrillator am Antoniushof: Bei Herzproblemen zählt jede Sekunde

Rurberg : Neuer Defibrillator am Antoniushof: Bei Herzproblemen zählt jede Sekunde

An der Außenmauer des Antoniushofs in Rurberg hängt ab sofort ein neuer Defibrillator, der bei Notfällen wie Kammerflimmern das Leben von Betroffenen retten kann.

Den Defibrillator können auch Laien nutzen, um Erste Hilfe zu leisten. Da bei akuten, lebensbedrohlichen Herzproblemen jede Sekunde zählt, wird derjenige, der den Defibrillator anwendet, durch sprachliche Anweisungen des Gerätes durch die Situation geleitet.

Die Anschaffung des Defibrillators wurde durch Spenden ermöglicht. Insgesamt 2500 Euro kostet das Gerät, das in einem auffallend grünen Kasten gegen die „besonderen klimatischen Verhältnisse“ in der Eifel geschützt ist, berichtet Martin Schröder vom Karnevalsverein Kiescheflitscher Rurberg-Woffelsbach. Er ist unter anderem ausgebildeter Rettungssanitäter und war für die Auswahl des Gerätes zuständig.

Durch die langen Rettungswege könne im Notfall der Notarzt eventuell zu spät kommen, sagt Schröder. Daher sei wichtig gewesen, ein Gerät zu kaufen, das jeder benutzen könne.

Die ehemaligen Kiescheflitscher-Prinzen engagieren sich seit vielen Jahren für verschiedene Projekte und spendeten in diesem Jahr 1000 Euro für den Defibrillator. Weitere 1000 Euro spendete das Komitee St. Martin, 500 Euro die Veranstalter von Rursee in Flammen.

Simmeraths Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns und Sander Lutterbach, Ortsvorsteher von Rurberg, bedankten sich bei allen Beteiligten. Beide hoffen, dass das Gerät von Vandalismus verschont bleibt. „Diebstahl lohnt sich nicht“, fügte Martin Schröder hinzu. „Der Defibrillator ist ein registriertes Medizinprodukt.“

In der Gemeinde Simmerath gibt es öffentlich zugängliche Defibrillatoren am Rathaus, Simmbad, Feuerwehrgerätehaus Steckenborn, an der Turnhalle Lammersdorf, dem Dorfgemeinschaftshaus Erkensruhr und am Antoniushof Rurberg.

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