Monschau: Neue Wartehallen für das Stadtgebiet

Monschau : Neue Wartehallen für das Stadtgebiet

Zurzeit gibt es im Stadtgebiet Monschau 112 Bushaltestellen (ausgenommen weiterführende Schulen). 38 davon sind mit einer Wartehalle ausgestattet, die anderen 74 nicht. 20 Wartehallen bestehen aus einer Glas-/Stahl-Konstruktion, 18 weitere bestehen aus Holz, Stahl, Mauerwerk und ähnlichen Materialien. An einigen der Bushaltestellen sollen nun die Wartehallen ersetzt beziehungsweise neue Wartehallen aufgestellt werden.

Es ist aber noch nicht klar, wie die neuen Wartehallen aussehen und an welchen Standorten sie aufgestellt werden sollen. Im Zuge der Haushaltsplanungen für das Jahr 2018 wurden auf Antrag der CDU 50.000 Euro dafür im Haushalt eingeplant. Zunächst war angedacht, für die Konstruktion auf eine Kombination aus Holz und Glas zurückzugreifen und die Umsetzung durch örtliche Unternehmen oder den Bauhof erfolgen zu lassen.

deedwwe. Foto: A. Gabbert

Die Verwaltung hatte in diesem Zusammenhang festgestellt, dass die Instandhaltungskosten der Glas-/Stahl-Konstruktion sehr gering seien. In letzter Zeit hätten lediglich Schäden durch Gewalteinwirkung beziehungsweise „künstlerische“ Gestaltungen und Beschmierungen beseitigt werden müssen. Außerdem sei durch die helle und durchsichtige Bauweise der Wartehallen gewährleistet, dass sie einsehbar sind und Jugendlichen nicht als Rückzugsort dienen. Eine Konstruktion aus Glas und Holz wäre zwar in der Anschaffung günstiger, sie erfordere aber aufgrund der hiesigen Witterungsverhältnisse einen erhöhten Unterhaltungsaufwand. Daher bevorzuge die Verwaltung die Installation weiterer Wartehallen mit einer Konstruktion aus Glas und Stahl.

Das könnten die Standorte für die neuen Wartehallen sein (siehe Box): in Konzen an der Grundschule (1), an der Haltestelle „Schmiede“ in Konzen (2), an der Grundschule in Mützenich (3) und in Mützenich an der Eupener Straße, Ecke Balteshof. Foto: A. Gabbert

Der Bau- und Planungsausschuss sollte jetzt entscheiden, ob die neuen Unterstände mit einem Flachdach oder einem Satteldach ausgestattet werden sollen. Eine Wartehalle mit Flachdach würde circa 6800 Euro kosten, eine Wartehalle mit Satteldach circa 7000 Euro, und eine Wartehalle mit Flachdach und einer Info-Vitrine würde circa 6500 Euro kosten. Die Kosten beinhalten das reine Gebäude. Nicht mit eingerechnet sind die Kosten für die Vorbereitung des Untergrundes, die Lieferung, den Rückbau der vorhandenen Wartehallen und für zusätzliche Scheibenelemente.

ewdwedwed. Foto: A. Gabbert

Die Auswahl der Haltestellen, an denen eine Wartehalle erneuert beziehungsweise neu aufgestellt werden soll, gestalte sich komplex, erklärte die Verwaltung. Denn weder die Aseag, der AVV, der BVR noch der NVR könnten Fahrgastzahlen nennen. Daher müsse auf Erfahrungswerte zurückgegriffen werden. Es bestehe keine Verkehrssicherungs- oder Einsturzgefahr an den vorhandenen Wartehallen, so dass von einem „design-technischen Austausch“ auszugehen sei.

Hans-Jürgen Graff erklärte für die CDU, dass man sich noch in der Lösungsfindung befinde und noch keinen Beschluss fassen könne. Man wolle zuvor die Vorgehensweise mit den Ortsvorstehern und der Stadtverwaltung abklären.

Die SPD sei schon etwas weiter und habe sich für die Satteldach-Variante entschieden, sagte Gregor Mathar. Mit den Vorschlägen der Verwaltung sei die SPD grundsätzlich einverstanden. Sie habe aber auch Verständnis für den Wunsch der CDU, die Ortsvorsteher einzubinden. „Wir können damit leben“, sagte Mathar. Gleichzeitig müsse man aber auch sehen, „dass die Kinder so lange im Regen stehen“.

Werner Krickel (Grüne) sagte, seine Fraktion könne ebenfalls mit den Vorschlägen und mit einer Verschiebung leben, auch wenn es schön wäre, noch im Sommer eine Entscheidung zu treffen. Die Grünen hätten lange über die verschiedenen Varianten diskutiert und würden für ein Pultdach als Mittelding zwischen Flach- und Satteldach plädieren. Das sei aber keine Bedingung für eine Zustimmung der Grünen. „Wichtig ist, dass die Wartehallen da stehen, wo sie gut genutzt werden“, sagte Krickel.

Konzens Ortsvorsteher Matthias Steffens (CDU) sagte, dass man die neuen Wartehallen in Konzen gerne schon vor einigen Jahren gesehen hätte. „Wir mussten in Konzen warten und sind froh, dass sie jetzt vorgesehen sind.“ Im Ort habe man sich häufig mit dem Thema auseinandergesetzt, und die Wartehallen seien in keinem guten Zustand. Nun wolle man noch mal mit der Verwaltung über die Ausführung und die Standorte für die neuen Wartehallen sprechen.

Bürgermeisterin Margareta Ritter fasste zusammen, dass die Sache offensichtlich noch nicht entscheidungsreif sei. Deshalb müsse man realistisch sein und erkennen, dass vor den Sommerferien keine Entscheidung mehr fallen werde. Ritter zeigte sich dennoch zuversichtlich und erklärte: „Vor dem Winter werden die Wartehallen stehen.“

(ag)
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