Neue Unterstützer für das Monschau-Festival

Neu aufgestellt : Neue Unterstützer für das Monschau-Festival

Die Monschau-Festival gGmbH hat sich neu aufgestellt und mit Ruth Breuer und Rolf Kaulard zwei neue Gesellschafter gefunden.

Die Neuaufstellung war nötig, weil der Unternehmer Georg Weiss das Festival auf der Monschauer Burg nicht mehr unterstützen will und den Gesellschaftern seine Anteile angeboten hatte. Auch seine Schwester Dorit Schlieper hatte ihre Anteile angeboten und ihre Ämter als Geschäftsführerin der Monschau-Festival gGmbH und als Vorsitzende des Fördervereins abgegeben (wir berichteten).

Seit dem Jahr 2011 hatte Schlieper gemeinsam mit Helmut Lanio die Geschäfte der Monschau-Festival gGmbH geführt. An der Gesellschaft waren Schlieper und Weiss mit jeweils 30 Prozent beteiligt, Helmut Lanio mit 14,9 Prozent und die Stadt Monschau mit einer Sperrminorität von 25,1 Prozent. Zu dem Gesellschaftsvertrag gehöre auch die Vereinbarung, dass die Anteile vor einer Veräußerung an einen Dritten den anderen Gesellschaftern anzubieten sind, erklärt Monschaus Bürgermeisterin Margareta Ritter.

Sie ließen sich nicht lange bitten: Ruth Breuer und Rolf Kaulard sind die neuen Gesellschafter der Monschau-Festival gGmbH. Foto: Andreas Gabbert

Nachdem man dem Stadtrat mit den Monschauer Unternehmern Ruth Breuer und Rolf Kaulard zwei potenzielle neue Gesellschafter präsentiert habe, die zur Übernahme der Anteile bereit waren, habe dies schließlich zu einem einstimmigen Beschluss geführt. Daraufhin seien die Anteile zunächst von der Stadt Monschau und von Helmut Lanio angekauft und „zwischengeparkt“ worden, um sie schließlich an die neuen Gesellschafter zu übertragen. Der notarielle Kaufvertrag sei in dieser Woche unterschrieben worden. Einen finanziellen Schaden für die Stadt Monschau habe es nicht gegeben, betont die Bürgermeisterin.

Die Geschäfte wird Helmut Lanio künftig gemeinsam mit Rolf Kaulard führen. Zur neuen Vorsitzenden des Fördervereins wurde inzwischen Ruth Breuer gewählt, ihr Stellvertreter ist Monschaus Ortsvorsteher, Georg Kaulen.

Bei der Suche nach neuen Gesellschaftern habe man gleich an Ruth Breuer und Rolf Kaulard gedacht und sie angesprochen wurden. „Es ist leicht gefallen, bei beiden ein offenes Ohr zu finden“, sagt Ritter. Darüber seien die Stadt Monschau und der Stadtrat sehr glücklich gewesen, schließlich sei das Festival von großer Bedeutung für die Stadt. Auch dank der Familie Weiss sei es gelungen, die Veranstaltung zu einem Markenzeichen der Stadt zu machen, sagt Ritter.

Auch Helmut Lanio sagt, er sei den beiden Altgesellschaftlern dankbar dafür, dass sie den Wandel zu einem modernen Festival mitgetragen hätten. „So wurden die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Zukunft des Festivals geschaffen.“ Er begrüße die beiden neuen Gesellschafter aus Monschau, die freudig und begeistert zugesagt hätten.

„Ich freue mich, dass wir jetzt wieder einen Geschäftsführer haben, der im musischen Bereich über große Erfahrung verfügt“, sagt Lanio. Rolf Kaulard ist nämlich selbst auch Musiker. Nach dem Studium der Trompete lernte er viele Künstler kennen und schloss Freundschaften mit ihnen, unter anderem stand er bereits mit Udo Jürgens, Heino, Bobby Shew oder dem Jazz-Musiker James Morrison auf der Bühne.

„Als ich gefragt wurde, brauchte ich nicht mehr darüber zu schlafen. Das Festival hat einen guten Namen, da fiel die Entscheidung nicht schwer“, sagt Kaulard.

Ähnlich ging es auch Ruth Breuer. Ihre Familie sei seit Jahrhunderten in Monschau verwurzelt und fühle sich der Stadt verbunden. „Ich liebe das Festival, die gute Musik und die traumhafte Kulisse. Das muss weiterleben“, sagt sie. Daher sei ihre Unterstützung keine Frage gewesen. „Wir sind ein gutes Team, das wird sicher prima laufen“, sagt Breuer.

Das Programm für das Monschau-Festival 2019 wird am Freitag im Rahmen einer Pressekonferenz vorgestellt.

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