Simmerath: Neue Seniorenlotsen für die Eifel

Simmerath : Neue Seniorenlotsen für die Eifel

In der Städteregion Aachen gibt es rund 80.000 Menschen, die 70 Jahre oder älter sind. Zu wenige erhalten genügend Unterstützung von Freunden und Bekannten und wenn doch, wissen diese oft nicht, welche Ansprechpartner bei konkreten Problemen helfen können. Um diesem Problem entgegenzuwirken, bot die Gemeinde Simmerath seit Mai eine Ausbildung zum „Seniorenlotsen“ an.

An acht Abenden wurden die Teilnehmer über wichtige Themen beim Umgang mit älteren Menschen unterrichtet. Dazu gehörten etwa sozialrechtliche Grundlagen, Versorgungsformen und Altersvorsorge. Die Seniorenlotsen können von nun an besser behilflich sein, egal ob man Probleme mit der Pflegekasse hat, die Wohnung für das voranschreitende Alter anpassen will oder sich über Hospiz- und Palliativpflege informieren will.

Sich Zeit nehmen hilft schon viel

Viele ältere Menschen hätten gerne mehr Kontakt zu anderen oder suchen Freizeitaktivitäten. Auf der anderen Seite gibt es doch einige, die genau diesen Menschen gerne Gesellschaft leisten wollen. „Wenn man sich mal die Zeit nimmt und sich mit den älteren Leuten unterhält, sieht man oft, dass es ihnen gleich viel besser geht“, sagte Ingeborg Peters, Teilnehmerin der Lotsenschulung.

Nun wurde die Ausbildung der 14 Teilnehmer aus Roetgen, Monschau, Simmerath und Nideggen mit der Urkundenvergabe durch den Bürgermeister der Gemeinde Simmerath und Schirmherrn des Projekts, Karl-Heinz Hermanns, abgeschlossen. In der Nordeifel gebe es verhältnismäßig viele Senioren und es würden immer mehr, so Hermanns, da sei es großartig, so viele ehrenamtliche Helfer an der Seite der Kommunen zu wissen.

In welchem Rahmen die Lotsen arbeiten wollen, können diese selbst entscheiden. Jeder bekam Flyer, die er mit seinen Kontaktdaten ausfüllen und an Senioren verteilen kann.

Die Schulung in Simmerath war die vierte in der Städteregion Aachen. Mittlerweile gibt es 48 Seniorenlotsen. Stephan Löhmann, Pflegeberater der Städteregion, hofft, dass es weitere Schulungen geben wird, denn Seniorenlotsen könne es nie genug geben.

(ina)
Mehr von Aachener Nachrichten