Region/Lammersdorf: Neue Reanimationspuppen für die Eifel-Malteser

Region/Lammersdorf : Neue Reanimationspuppen für die Eifel-Malteser

Unter den kritischen Blicken von Lukas Ritgens bearbeitete Lena Wilden in der Lammersdorfer Malteser-Niederlassung den Brustkorb der vor ihr liegenden „Unfallverletzten“ intensiv per Herz-Lungen-Wiederbelebung. Wie auf dem Display des Tablets von Lukas Ritgens zu sehen war, geschah dies fachgerecht.

Bei dem Unfallopfer handelte es sich um „Anne“, eins von vier Übungsphantomen (Reanimationspuppen), welche den Maltesern in der Eifel ab sofort bei ihren Erste-Hilfe-Kursen zur Verfügung stehen.

Von dem neuen Modell mit dem Namen Resusci Anne ist man bei den Maltesern überzeugt. „Wir sind sehr froh, dass wir mit dem Modell unseren praktischen Unterricht besser gestalten können“, erklärte Angelika Völl, Ortsgeschäftsführerin der Lammersdorfer Malteser-Gliederung.

Die neuen Übungsphantome ermöglichen den Kursteilnehmern ein besseres Feedback über die Qualität ihrer Herz-Lungen-Wiederbelebung. Durch den Einsatz neuer Technologie in den Übungspuppen sowie einer passenden Software können diese nun Daten erfassen und per Tablet-Computer auswerten. So können die korrekte Kompressionstiefe, Frequenz und Beatmung beim Training genauer überwacht werden.

Lukas Ritgens, Stadtbeauftragter der Malteser Eschweiler, der die Übungsphantome den Ausbildern Ute Kristahn, Anne Maassen, Angelika Völl und Lena Wilden vorstellte, hielt fest: „Ein Ausbilder kann nun mit zwei Puppen unterrichten und gibt jedem Teilnehmer nach oder während der Übung ein passendes Feedback über seine Leistung.“

Zudem führe der neue Simulator zu einem effizienteren Training, wie Ralf Bischoni, Leiter des Malteser-Bildungszentrums der Euregio Aachen mitteilte. Statt 16 Unterrichtseinheiten umfassen die Kurse nur noch neun Einheiten und finden in der Regel eintägig statt. Insgesamt sehen die Eifeler Malteser die technische Entwicklung im Simulationsbereich positiv. Jutta Palm, Leiterin der Ausbildung im Monschauer Land, stellt klar, dass sich die Überlebensrate nach Herzstillstand durch optimierte Ausbildung deutlich erhöht.

Die Malteser bieten gemeinsam mit dem Deutschen Roten Kreuz regelmäßig an jedem Samstag einen Erste-Hilfe-Kurs in der Eifel an. Jeden zweiten und vierten Samstag im Monat findet dieser in der Malteser-Unterkunft in Lammersdorf, Kirchstraße 21a, statt, am ersten Samstag im Monat beim DRK in Schmidt und am dritten Samstag jeden Monats beim DRK in Simmerath.

(ho)
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