Neue Praxen, Gewerbeeinheiten und Wohnungen in Imgenbroich

Nach Abriss des „Kaisersaals“ : Modernes Gebäude soll die Lücke füllen

Die Lücke, die das Hotel-Restaurant „Kaisersaal“ an der Trierer Straße in Imgenbroich hinterlassen hat, wird von Tag zu Tag größer und tiefer. Zurzeit wird nämlich dort, wo früher gegessen, getrunken und gefeiert wurde, die Baugrube für ein neues Gebäude ausgehoben, das den Platz der einstigen Gaststätte einnehmen soll.

„Gleichzeitig wird eine Abgrenzung zu dem angrenzenden Gebäude geschaffen und eine Abstützung zur Straße hin gebaut“, erklärt Bauherr Dr. Christian Schmittkamp. „Das dauert noch circa zwei Wochen. Wenn das Wetter mitspielt, wird anschließend sofort weitergebaut“, sagt er.

Eher zufällig hatte der Allgemeinmediziner von den Verkaufsabsichten der einstigen Eigentümerfamilie erfahren. „Ich war sofort Feuer und Flamme für die Idee, weil ich eine Möglichkeit sah, meinen Traum von der eigenen Praxis genau in dieser wunderbaren, zentralen Lage zu verwirklichen“, erzählt Schmittkamp. Den Fortschritt der Bauarbeiten kann der Mediziner nun jeden Tag von der gegenüberliegenden Straßenseite beobachten, wo sich aktuell noch seine Praxis befindet. Die hatte er im Jahr 2014 von Dr. Paul Ohlig übernommen.

An der Trierer Straße 257 soll nun ein zweieinhalb- bis dreigeschossiges, modernes Gebäude mit hellem Charakter entstehen, das ebenso eine L-Form aufweisen wird wie einst der „Kaisersaal“. „Im Grunde werden es zwei Gebäude sein, die, um es luftiger wirken zu lassen, nur in der ersten Etage miteinander verbunden sind“, sagt Schmittkamp. Der Gebäudeteil direkt an der Trierer Straße soll ein Satteldach erhalten, im hinteren Bereich ist ein Flachdach vorgesehen. Im vorderen Bereich des neuen Gebäudekomplexes wird dann seine eigene Arztpraxis Platz finden. „Daneben wird Günther Krings seine Praxis für Physiotherapie einrichten, und vielleicht wird es auch die ein oder andere Gewerbeeinheit im vorderen Bereich geben“, erklärt der Bauherr. Außerdem sind im Dachgeschoss des vorderen Bereichs zwei altersgerechte Wohnungen geplant, acht weitere mit einer Größe zwischen 75 und 120 Quadratmetern im hinteren Bereich. Für die Bewohner wird es im Keller eine Tiefgarage mit 15 Stellplätzen geben. Für die Kunden und Patienten wird der Parkplatz des „Kaisersaals“ reaktiviert. Alle Etagen werden mit einem Aufzug erreichbar sein.

Während des Planungsprozesses hatte sich Schmittkamp selbst in die Materie eingearbeitet und den Grundriss der neuen Praxis selbst entworfen. „Die Entwicklung hat viel Zeit in Anspruch genommen, da ich mich selbst in die Planung und Gestaltung eingebracht habe. Natürlich habe ich neben meinem Beruf zeitlich nur begrenzte Kapazitäten. Dadurch hat es etwas länger gedauert“, erklärt der 42-Jährige. Umso mehr freut er sich jetzt zu sehen, dass sich etwas auf der Baustelle tut. „Die Vorfreude ist riesig. Wenn alles klappt, soll das neue Gebäude im Mai 2020 fertiggestellt werden“, sagt Schmittkamp.

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