Monschau: „Neue“ Austraße in Monschau bald wieder befahrbar

Monschau : „Neue“ Austraße in Monschau bald wieder befahrbar

Mit einem halben Dutzend Arbeitern machte die Pflasterkolonne auf der Austraße in der Monschauer Altstadt zu Wochenbeginn richtig Meter. Noch am Montagnachmittag arbeitete man sich unter Hochdruck bis zur Einmündung in die Schleidener Straße vor, begutachtet von vielen vorbeiflanierenden Touristen.

Mehr oder minder seit Jahresbeginn ist die Altstadt rund um Markt und Aukirche eine Baustelle. Zum einen wird hier in einem ersten Abschnitt der sogenannte Rursammler verlegt, zum anderen wird das ohnehin aufgenommene Altstadtpflaster in einem Spezialverfahren flach geschliffen und damit barrierefrei gemacht. „Der Abschluss der Maßnahme in der Au-straße und Schleidener Straße ist bis zum 29. Juni vorgesehen“, teilte die Stadt Monschau nun mit; für den Fahrzeugverkehr jedoch könne der neu gepflasterte Abschnitt aus technischen Gründen erst Anfang bis Mitte Juli freigegeben werden hieß es.

Weitaus ebener und barrierefrei soll nun der gepflasterte Bereich an der Aukirche in Monschau sein, nachdem die geschnittenen Steine dort in den vergangenen Tagen wieder eingesetzt wurden. Die Pflasterkolonne erreichte am Montag die Einmündung Schleidener Straße. Foto: H. Schepp

Trocknen dauert drei bis 28 Tage

Diese Information ist vor allem für die Bewohner und Geschäftsinhaber der unmittelbar betroffenen Bereiche von Interesse. Denn dort hatte man in den letzten Tagen den Eindruck, dass es nicht wirklich voran gehe mit den Arbeiten. „Die Auffassung, dass die Arbeiten drei Tage geruht haben, ist technisch begründet“, teilte dazu die Bauverwaltung der Stadt Monschau mit und erläuterte: „Der Drainasphalt, welcher unter die geschnittenen Steine (barrierearme Gestaltung) eingebaut wird, muss mindestens drei Tage trocknen und wird hierzu mit einer Folie abgedeckt.

Erst im Anschluss kann das geschnittene Pflaster verlegt und können die Fugen mit einer speziellen Fugenmasse gefüllt werden, so dass die Barrierearmut gewährleistet werden kann. Diese Fugenmasse muss mindestens zwölf Tage trocknen, damit sie befahrbar wird. Die endgültige Druckfestigkeit des Bettungsmörtels ist erst nach 28 Tagen erreicht, dies gilt für Schwertlastfahrzeuge. Autos, Lieferanten und auch die Bimmelbahn können ab Anfang Juli die Austraße wieder durchfahren“, heißt es in der Stellungnahme der Stadt Monschau.

Darin wird auch eingeräumt, dass die Arbeiten ursprünglich früher in der Hauptsaison beendet werden sollten: „Durch den Arbeitsumfang, an dem neben der Stadt auch die Versorgungsträger Regionetz (Strom/ Gas), Wasserversorgungszweckverband Perlenbach (Wasser) und Deutsche Telekom (Vectoring-Ausbau Alstadt) beteiligt sind, sowie die Witterungsbedingungen im Januar und Februar 2018 sind Verzögerungen aufgetreten. Ein Abbruch der Gesamtmaßnahme gestaltete sich aber schwierig“, so die städtische Bauverwaltung.

Eschbachstraße bleibt gesperrt

Nach Abschluss der Arbeiten am 29. Juni muss die Stadt noch zwei Grundstücksanschlussleitungen in der Eschbachstraße und zwei im Rosenthal verlegen, so dass die derzeitige Sperrung der Eschbachstraße zunächst aufrecht erhalten bleibe, heißt es da. Auch müsse die Telekom im Zuge des Vectoring-Ausbaus dort eine Straßenquerung vornehmen. Der Bauhof, so die Stadt abschließend, werde im Rahmen dieser Vollsperrung außerdem noch einen Austausch der defekten Randsteine zwischen „Patere Höffje“ und dem obersten Parkdeck an der Schleidener Straße vornehmen.

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