Monschau: Neu in Monschau: Ein Bücherschrank für jedermann

Monschau: Neu in Monschau: Ein Bücherschrank für jedermann

Abermals wurde jetzt in der Monschauer Altstadt ein Akzent gesetzt. Wer nun die Straße entlanggeht, trifft an der Ecke Laufenstraße/Schaufenberg an einer kleinen Grünfläche neben dem Parkhaus Seidenfabrik auf einen öffentlichen Bücherschrank, der die Mitmenschen auf einfache Art und Weise zum Lesen anregen soll.

Der aus gebürstetem Stahl und Sicherheitsglas gefertigte Schrank, 2,20 Meter hoch und 60 Zentimeter breit, begeisterte alle Gäste der Einweihung. Er wurde mit Unterstützung der RWE aufgestellt. „Lesen bedeutet Wissen, Wissen bedeutet Bildung und Bildung bedeutet Fortschritt”, lobte Theo Steinröx, Vorsitzender des Fördervereins der Bücherei, das Projekt.

Gemeinsam wurden dann die Regale des neuen Bücherschranks mit Literatur gefüllt: Spenden vom Feldbrückverlag aus Weilerswist, hochwertige Bücher von der RWE und der Stadtbücherei Monschau, Bücher für Erwachsene oben, Kinderliteratur unten. „Das ist eine wunderbare Aktion”, freute sich Trixi Reichardt, die Bücherpatin, die in Zukunft die Pflege des Schrankes übernehmen und nach dem Rechten sehen wird.

Bisher habe man „gute Erfahrungen” gemacht und es werde kein Vandalismus verübt. Hier gäbe es eine gute Möglichkeit, Literatur unter die Menschen zu bringen, diese untereinander weiterzugeben und Leseförderung zu betreiben. Rund 6000 Euro habe der edle Schrank, entwickelt von dem Architekten Hans Jürgen Greve, gekostet - inklusive eines „tiefen Betonfundaments und eines Wartungsvertrags”, berichtete Heinen.

Ab sofort können die Bürger der Stadt Monschau den offenen Bücherschrank nutzen, Bücher hineinstellen, die sie selbst nicht mehr benötigen, aber jemand anderem zur Verfügung stellen wollen, oder herausnehmen, sie tauschen oder behalten - ohne Formalitäten und rund um die Uhr. In jedes Buch kommt dann ein kleines Kärtchen, auf dem vermerkt werden kann, warum das Buch unbedingt gelesen werden sollte. So findet jedes gebrauchte, aber gut erhaltene Buch einen neuen Leser. Als Konkurrenz sehe die Bibliothekarin den Bücherschrank nicht, habe die Bücherei doch seine Schaufenster „um Leseförderung zu betreiben, meinte Reichardt später bei einem Glas Sekt.

Es gäbe immer bestimmte Wellen, Bücher, die gerade „in” seien. War es einst die Fantasy-Welle, sei es jetzt die Vampir-Welle. Mit dem offenen Bücherschrank fänden nun auch alte Bücher noch einen Liebhaber, so Trixi Reichardt. Sie betonte, dass der Bücherschrank nicht für Entsorgung von Büchern aufgestellt wurde, sondern um gute Bücher weiterzugeben, nach dem Motto: „Das war interessant, das muss unbedingt noch jemand lesen”.

Als Fan des „Book-Crossings” bevorzugt Bürgermeisterin Margareta Ritter diese Idee der Weitergabe von Büchern: „Empfehlung ist alles”, daran könne man sich orientieren.

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