Nordeifel: Natur braucht Platz zur Entfaltung: Landwirtschaft verdrängt die Feldblumen

Nordeifel : Natur braucht Platz zur Entfaltung: Landwirtschaft verdrängt die Feldblumen

Die Graswiesen bei Kesternich, Schöne Aussicht, Witzerath, Rollesbroich, Strauch oder Konzen werden in diesen Tagen schon zum wiederholten Mal nach kräftiger Düngung in dieser Saison gemäht und zu Silage verarbeitet. Solche großen Flächen sind natürlich tot, was Insekten angeht. Keine Biene, keine Hummel, kein Schmetterling und keine Schwebfliege findet hier auch nur einen Tropfen Nektar.

Auch in den immer größer werdenden Maisplantagen im Raum Simmerath gibt es keine Insekten und damit auch keine Vögel mehr. Solange die industriellen Landwirte da uneinsichtig sind, wird sich die Situation kaum verändern. Von der Politik darf man keine Änderungen erwarten. Dass es aber auch anders sein kann, kann man in Frankreich oder auch im Kreis Euskirchen feststellen.

Ein Beispiel haben wir bei Bürvenich gesehen, wo ein breiter Streifen am Rande eines Weizenfeldes nicht mit Gift oder Dünger behandelt wird. Hier blühen Kornblumen, Kornraden und andere Feldblumen in üppiger Fülle. Es gibt sogar Gegenden, wo ganze Felder nicht mit Gift behandelt werden und ein richtiges Blütenmeer entstanden ist. Ob diese Landwirte dafür eine Entschädigung erhalten, ist nicht bekannt. Es dürfte aber finanziell für einen Großbetrieb überhaupt kein Problem sein, am Rand seiner Flächen ein paar Hundert Quadratmeter der Natur zu überlassen.