Roetgen: „Närrischer” Aderlass beim Blutspendetermin

Roetgen: „Närrischer” Aderlass beim Blutspendetermin

Die Überraschung war perfekt. Bei der Blutspende des Deutschen Roten Kreuzes am Freitag im Evangelischen Gemeindehaus in Roetgen gab es eine Premiere. Punkt 17.11 Uhr hielt eine Abordnung der KG Roetgen mit drei kräftigen „Rüetsche Alaaf” auf den Lippen Einzug, allen voran das neue Prinzenpaar Gerd II. und Leonie I.

Hildegard Faymonville, Blutspendenbeauftragte des Roten Kreuzes, war natürlich eingeweiht, hatte doch DRK-Ortsvorsitzender und Bürgermeister Manfred Eis das „närrische Spektakel” inszeniert. Narren in Uniformen, Mariechen in fechen Kostümen, alle dekoriert mit Orden und Ehrenzeichen. „Das gab es bisher nur ein einziges Mal in Simmerath”, erzählt Georg Simon (Pressesprecher des Blutspendendienstes) unserer Zeitung. „In Köln haben wir sogar am Rosenmontag eine Spendenaktion für Karnevalsmuffel”, gab er zu verstehen. Simon und Faymonville freuten sich über die gelungene Aktion in Roetgen.

„Unser Vorsitzender Manfred Eis hat die KG Roetgen auf die Blutspendenaktion angesprochen und spontan eine Zusage erhalten”, so Faymonville. Außerdem falle der Termin in Roetgen günstig, in die Karnevalszeit. „Prinzenmacher” Fritz Jansen und Vorsitzender Walter Clösgen zeigten sich ebenfalls zufrieden mit der „närrischen Resonanz”.

DRK ist zufrieden

Natürlich waren die Augen der anderen Blutspender auf das Prinzenpaar gerichtet. Bevor bei den eisigen Außentemperaturen das Blut in den Adern gefriert, nahmen die Tollitäten schon einmal Platz, um Vorbereitungen über sich ergehen zu lassen, ehe sie dann zur Ader gelassen wurden.

„Wir machen das gerne, denn es ist eine gute Sache, die Leben retten kann”, sagt Leonie I. stolz. Sie hat die Blutgruppe A positiv, ihr Prinzgemahl Gerd II. Null positiv. „Mein Mann hat schon öfter Blut gespendet”, berichtet die Karnevalsprinzessin. Und weil alles doch ein bisschen „närrisch” war, griff Gerd II. dann noch zu einem Orden, um Hildegard Faymonville für ihr „großartiges Engagement” damit zu dekorieren.

Nach getaner Arbeit kann Hildegard Faymonville eine gute Bilanz vermelden. „Wir hatten heute 68 Blutspender und -spenderinnen, sogar fünf mehr als beim letzten Mal.” Einige Karnevalisten hätten sich spontan dazu entschlossen, es dem Prinzenpaar gleichzutun und zu spenden.

Nach dem Aderlass war eine Stärkung willkommen, acht ehrenamtliche Helferinnen und Helfer, so Georg Simon, sorgten sich um das Wohl befinden der getreuen Blutspender in Roetgen.