Rott: Nach unerwartet klarem Sieg gegen Frechen kommt nun Teveren

Rott : Nach unerwartet klarem Sieg gegen Frechen kommt nun Teveren

Vor der Nachholbegegnung gegen die Spielvereinigung Frechen 20 wäre der Trainer des SV Rott schon mit einem Unentschieden zufrieden gewesen. Nach guter erster Halbzeit mit einem Chancenplus für die Rotter wurde Mirko Braun am bitterkalten Donnerstagabend in der warmen Kabine mutiger.

„Wir spielen gut und haben die Chance, erstmalig in dieser Saison gegen eine große Mannschaft der Liga zu gewinnen“, machte er seinen Jungs klar, dass ein Sieg gegen den Tabellendritten möglich wäre. Mit der ersten Aktion nach Wiederbeginn unterstrich Avdo Iljazovic mit einem Traumtor die Ambitionen der Rot-Weißen.

Nach einer guten Stunde brachte der eingewechselte Freddy Casper den Überraschungssieg endgültig auf dem Weg. Nach einer Standardsituation köpfte er zum beruhigenden 2:0 ein. In der Schlussminute veredelte Stefan Schindler die Vorarbeit von Avdo Iljazovic zum beinah schon sensationellen 3:0-Endstand. „Die Mannschaft hat super gespielt und den Sieg verdient“, strahlte Mirko Braun, der sich am Donnerstagabend auch ein Sonderlob verdient hatte.

Gute Taktik

Die rechte Abwehrseite der Zwanziger hatte der Coach als Schwachpunkt ausgemacht und deshalb seinen besten Angreifer Avdo Iljazovic auf links beordert. Die Überlegungen des Coachs gingen auf, denn letztendlich wurde das Spiel über die linke Angriffsseite entschieden.

Mit Germania Teveren stellt sich am Sonntag im Rotter Sportpark die ausgeruhteste Mannschaft der Landesliga, aber auch die mit der wenigsten Spielpraxis vor. In der Meisterschaftsrunde verbuchte die Gruppe aus dem Heidestadion nur 13 Spiele, und auch der Pokalfight gegen den Regionalligisten Viktoria Köln wurde am Mittwoch schon zum zweiten Mal abgesagt.

Die Zwischenbilanz nach 13 Spielen ist nach fünf Siegen, fünf Niederlagen und drei Unentschieden ausgeglichen. Erst vor wenigen Wochen meldete Offensivkraft Thomas Schmidt sich in Teveren an. Er war erst in der Sommerpause von Arminia Eilendorf zu den Rottern gewechselt, entschied sich dann aber schon frühzeitig für einen erneuten Vereinswechsel zum BC Kohlscheid, aber auch beim KBC heuerte er nicht an und wechselte kurzfristig ins Teverener Heidestadion.

Bei der Germania bildet er mit Alexander Back und Jeremy Nzerue eine brandgefährliche Angriffsreihe. „Die haben eine gute Mannschaft mit einer sehr starken Offensive. Wenn die Punkte bei uns bleiben sollen, müssen wir genauso auftreten wie am Mittwochabend“, fordert Mirko Braun den nächsten starken Auftritt seines Teams und den nächsten Dreier auf dem Weg zum Klassenerhalt.

(kk)
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