Roetgen: Nach Mord in Roetgen: Nusselein ermittelt wieder

Roetgen: Nach Mord in Roetgen: Nusselein ermittelt wieder

Beim Stichwort Kriminalität denkt man hierzulande nicht nur an die Bronx oder das Frankfurter Bahnhofsviertel. In kaum einer anderen Gegend gibt es so viel Mord und Totschlag wie im Schmelztiegel der Kulturen zwischen Trier und Aachen, Bonn und Eupen - zumindest zwischen Buchdeckeln.

Dass der Eifel-Krimi-Boom die Region zu Deutschlands Krimiland Nr. 1 gemacht hat, ist auch abzulesen an einem Eifel-Krimi-Wanderweg oder einem Eifel-Krimi-Reiseführer und nicht zuletzt am gerade zu Ende gegangenen Literaturfestival Criminale mit ca. 40 Veranstaltungen.

Auch der gelernte Journalist Hubert vom Venn, bekannt als Kabarettist und Theaterleiter in Roetgen, ist einmal mehr unter die Buchautoren gegangen, um dem Krimiland Eifel seine Reverenz zu erweisen.

Pünktlich zur Frankfurter Buchmesse erscheint im Rhein-Mosel-Verlag sein jüngstes Werk „Den Letzten beißen die WerWölfe”. Unter seinen insgesamt 16 Büchern ist dies der siebte Krimi und der vierte mit Charly Nusselein als Ermittler. In der Buchhandlung Lesezeichen in Roetgen stellte er sein Buch jetzt vor.

Zum ersten Mal steht Roetgen ganz im Mittelpunkt des kriminellen Geschehens. Vergangenheit und Gegenwart, Realität und Fiktion werden verflochten zu einem spannenden Handlungsgeflecht, dessen Entwirrung das Ermittlerduo, den Journalisten Charly Nusselein und den Monschauer Kriminalkommissar Gottfried Zimmermann, vor große Herausforderungen stellt.

Alles beginnt mit dem Mord an dem ehemaligen Roetgener Bürgermeister Fritz Rumbach, der von den Amerikanern 1944 zum ersten Bürger des Eifelortes ernannt worden war und der damit in Berlin als „Verräter” galt. Gibt es da noch einen Zusammenhang mit den tödlichen Schüssen auf den Aachener Bürgermeister Franz Oppenhoff durch ein Werwolfkommando oder verweisen die Spuren in die heutige rechte Szene? Oder sind die Gründe eher in Rumbachs Vergangenheit als Schmuggler zu suchen in einer Bande, die sich „Die Wölfe” nannte?

Ganz nebenbei setzt Hubert vom Venn auch einem Roetgener Bürger ein Denkmal, dessen Verdienste in seinem Heimatort wenig bekannt sind: Mit der - noch - fiktiven Mathias-Wilms-Straße erinnert er an den Mitbegründer und ersten Vorsitzenden des Deutschen Gewerkschaftsbundes nach dem Krieg.


Hubert vom Venn: „Den Letzten beißen die WerWölfe”, Rhein-Mosel-Verlag, ISBN 978-3-89801-049-8, 208 Seiten, 10,90 Euro