Düsseldorf: Nabu fordert Stopp des Verkaufs der Eifelwälder

Düsseldorf : Nabu fordert Stopp des Verkaufs der Eifelwälder

Der Naturschutzbund (NABU) NRW hat die Landesregierung aufgefordert, den Verkauf der Eifelwälder an die Firma Bofrost zu stoppen.

Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) müsse dafür Sorge tragen, dass die Flächen in kommunalen Besitz oder in die Obhut von Naturschutzstiftungen gelangten, erklärte der NABU.

Bofrost gehe es beim Kauf des Staatswaldes eher um jagdliche Interessen als um eine langfristig angelegte naturnahe Waldentwicklung.

Gerade die Jagd führe aber zu „massiven Fehlentwicklungen wie einer Überpopulation von Wildschweinen und immensen Waldschäden durch Rotwild”. Dies sei weit entfernt von einer naturnahen Waldbewirtschaftung nach Naturschutzrichtlinien, kritisierte der Verband.

Der Naturschutzbund spricht sich dagegen für eine Aufteilung des Verkaufspakets von 2650 Hektar Staatswald aus. Rund 1000 Hektar könnten in eine Naturschutzstiftung überführt werden, um die Fläche „dauerhaft zu sichern und zu entwickeln”.

An der übrigen Waldfläche hätten einzelne Gemeinden in der Region Interesse bekundet, erklärte der NABU. „Auch das wäre eine wichtige Perspektive für den Erhalt der Waldflächen zum Nutzen der Bürger und der Natur.”

Der Verband kündigte an, seine Unterschriftensammlung gegen den Großverkauf des Staatswaldes in der Eifel bis Mitte April weiterzuführen.

Der NRW-Landtag hatte am Mittwoch den Nachtragshaushalt verabschiedet, der Einnahmen aus dem Waldverkauf von rund 25,5 Millionen Euro vorsieht.

Mit der Summe will die Landesregierung Lücken im Haushalt des Jahres 2008 schließen.

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