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Vesperkonzert: Musik lenkt Gedanken zur Passionsgeschichte

Vesperkonzert : Musik lenkt Gedanken zur Passionsgeschichte

Das Ensemble „Amici di Melante“ und Solisten präsentieren am Palmsonntag in der Steinfelder Klosterbasilika Werke von Schulze, Graupner, Telemann und Johann Sebastian Bach.

Mit einem Vesperkonzert am Palmsonntag, 10. April, ab 16 Uhr in der Basilika Steinfeld eröffnet das Team Kirchenmusik Steinfeld um Regionalkantorin Holle Goertz die Karwoche musikalisch. Es kommen vier Kantaten zur Aufführung, die die Gedanken der Zuhörer auf das Passionsgeschehen und die Person Jesus Christus lenken sollen.

Und zwar von Christian Andreas Schulze (geboren um 1655, Domkantor in Meißen) das Concerto „Das Blut Jesu Christi“ für Sopran, Alt, Streicher und Instrumente. Es soll eine Wiedererstaufführung seit dem 18. Jahrhundert werden.

Außerdem die Kantate „Sehet, welch ein Mensch ist das!“ für Sopran, Streicher und Instrumente von Christoph Graupner (1683-1760, Hofkapellmeister in Darmstadt). Von Georg Philipp Telemann (1681-1767; Musikdirektor in Hamburg) erklingt die Szene „Golgatha“ aus seiner 1716 entstandenen „Brockes-Passion“ in einer Bearbeitung für Alt und Instrumente.

Barocke Kirchenmusik

Den Abschluss des Konzertes bildet die ebenfalls von Telemann komponierte Kantate „Siehe, das ist Gottes Lamm“ für Sopran, Alt und Instrumente. Das Passionsgeschehen wird dort in seiner Bedeutung für die gesamte Menschheit gedeutet. Zwischen den vier Vokalwerken erklingen kurze Instrumental-Sinfonien von Johann Sebastian Bach (1685-1750, Thomaskantor in Leipzig).

Ausführende sind Susanne König (Sopran), Nicola Oberlinger (Alt) und das Ensemble „Amici di Melante“ mit Birgitta Winnen und Elisabeth Ackerschott, Violinen, Rupert Wolf, Viola, Sebastian Frick, Violoncello, Clemens Mertes, Kontrabass, und Hans-Peter Glimpf, Orgel und Leitung.

Das Ensemble „Amici di Melante“ befasst sich seit langem mit der Aufführung barocker Kirchenmusik. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf den Werken Georg Philipp Telemanns. Immer wieder kommen dabei unbekannte Stücke zur Erstaufführung, sowohl von Telemann als auch seinen Zeitgenossen.

Der Eintritt ist frei, um coronabedingte Vorsicht und Rücksichtnahme wird gebeten. Spenden sind willkommen.

(pp)