Simmerath: Music Contest: Sieg für „Imperial Tunfisch“

Simmerath: Music Contest: Sieg für „Imperial Tunfisch“

Im Rahmen des Simmerather Kraremann-Tages rockte es wieder im Gewerbegebiet, wo der zweite Simmerather Music Contest ausgetragen wurde. Die Band „Imperial Tunfisch“ gewann unter insgesamt sechs Bewerbern den zweiten Simmerather Music Contest.

„Simmerath soll cool werden“, das haben sich die Organisatoren des Music-Contests vorgenommen. Jens Alberts und Christoph Vormstein haben sich seit dem vorigen Herbst mit den Vorbereitungen befasst. „Ich war letztes Jahr sozusagen Azubi bei Lars Harmens, der die Initiative zum ersten Contest ergriffen hat“, erzählt Jens Alberts, „mit meiner Begeisterung konnte ich Christoph Vormstein anstecken.

Es war allerdings mehr Arbeit, als wir anfangs dachten.“ Nun konnten die Jungs stolz sein: Es hat alles geklappt. Der Bühnen-Truck wurde aus Bonn besorgt, unzählige organisatorische Fragen geklärt. „Wir haben sogar mit den Nachbarn gesprochen“, berichten die beiden sympathischen jungen Männer, „und dann mussten wir noch Kunstrasen auslegen, damit die Tanzwerkstatt hier auftreten kann.“ Ehrenamtliche Helfer erklärten sich bereit, für die Verpflegung zu sorgen.

Und die Musik? Die wurde nach einer Ausschreibung in den sozialen Medien des Internets zusammengestellt. Über 20 Bands wollten in Simmerath spielen, daraus wählte die Jury schließlich die Top 5. Schließlich bekam bei einer Online-Abstimmung noch die Monschauer Band „Vorübergehend“ fast 2000 Stimmen, sie wurde als Sechste zum Contest zugelassen.

Die Jury bestand aus den Musikern Patrick Pahlke, Johannes Mertens und Kevin Kearns sowie dem Tontechniker Markus Wimmer. Bewertet wurde „das handwerkliche Können, die intelligente Komposition und wie es rübergebracht wird“. Präsentiert wurde das Ganze vom Lokalradio Antenne AC, finanziert wurde das Event von der Gewerbeverein Simmerath Marketing GmbH.

Wie man voller Energie und mit viel Spaß an der Bewegung tanzen kann, das zeigte zwischendurch die Tanzwerkstatt Simmerath in einigen begeisternden Beispielen — eine perfekte Ergänzung zum Musikprogramm.

Die jungen Bands verpassten natürlich den Passanten eine gehörige Dröhnung; manche blieben, um kurz reinzuhören, aber viele ließen sich auch von dem interessanten Geschehen fesseln. Man konnte ja etwas Abstand halten, wenn man es zu laut fand. Und die jüngeren Fans verfolgten den ganzen Nachmittag den spannenden Contest und spendeten viel Applaus.

„Autumn Colors“, die bereits ihr erstes Album herausgegeben haben, machten mit knallhartem Rhythmus auf sich aufmerksam; „Imperial Tunfisch“, eine ganz junge Band aus Eupen, spielte mutig auf, hart, laut, aber gefällig. „Kurzurlaub“ bot eingängigen Deutschrock, „The Djinns“ spielten tanzbaren Rock n Roll, „Vorübergehend“ begeisterten mit modernen Schlagern für Jung und Alt, und bei „Moon Travel“ fiel ein versonnenes Gitarrenspiel auf.

Offensichtlich machte sich die Jury die Bewertung nicht leicht. „Ihr wart alle super“, sagte Patrick Pahlke bei der Preisverleihung, und ein dickes Lob für die Veranstaltung gab es auch von Städteregionsrat Helmut Etschenberg und Simmeraths Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns.

Als die Jury dann das Ergebnis verkündete, brach lauter Jubel aus: Auf Platz drei landete „Kurzurlaub“, 100 Euro gab es für die Bandkasse. Zweiter wurde „Autumn Colors“, sie dürfen 300 Euro mitnehmen. Und Sieger wurde „Imperial Tunfisch“, die fand die Jury „einfach großartig“.

Offensichtlich war das Publikum der gleichen Meinung, denn es wurde lautstark Beifall gespendet. Zum Goldenen Mikrofon als Preis für den Sieger bekommen die Jungs aus Eupen zwei Tage im Tonstudio von Markus Wimmer geschenkt, wo sie Aufnahmen einspielen können.

Die Sieger kamen zwar nicht mehr musikalisch auf die Bühne, dafür aber die Gruppe „Violette Sounds“. Die Instrumentalband pendelt zwischen psychodelischen Krautrock und atmosphärischem Folk, und lässt dabei viel Platz für Soloausflüge. Das schmeckte ein bisschen nach Woodstock, als sich die Abendsonne auf die Bühne legte und die letzten Zuschauer den Tag ausklingen ließen.

(ale)