Mütterkaffee in Monschau – die etwas andere Karnevalsveranstaltung

Frauen- und Müttergemeinschaft Monschau : Mütterkaffee ist eine etwas andere Karnevalsveranstaltung

Der Begriff klingt ziemlich altmodisch und dazu recht brav: „Mütterkaffee“. Vielleicht stammt er aus Zeiten, als Frauen noch nicht so viel durften wie Männer.

Aus alten Aufzeichnungen der Katholischen Frauen- und Müttergemeinschaft Monschau geht hervor, dass man sich schon vor 120 Jahren am so genannten „Zweiten Fettdonnerstag“ zum Kaffeenachmittag traf, dann wurde im Familienkreis und mit der Nachbarschaft gefeiert, man sang fröhliche Lieder, und es gab auch Theateraufführungen.

Daraus dürfte der heutige Mütterkaffee entstanden sein – und dann ist jedes Mal einiges gebacken. Er wurde zu einer karnevalistischen Veranstaltung, die dank ihres spritzigen Programms kein Geheimtipp mehr ist. Die Frauen- und Müttergemeinschaft ist mit ihrem Mütterkaffee mehrfach ungezogen: Nach vielen Jahren im alten Kolpinghaus und weiteren Jahren im Bischof-Vogt-Haus hat man seit 2013 in der Markthalle im Stadtkern ein neues Domizil gefunden, worüber die Frauen sehr glücklich sind. Eine bunte Dekoration, die gut ausgestattete Bühne mit professioneller Technik und eine wohlige Raumtemperatur – dies alles ergibt ein stimmiges Ambiente für eine fröhliche Feier.

Dazu kommen die originellen Einfälle der Frauen, die wirklich den Schalk im Nacken haben und ein humorvolles Feuerwerk von Sketchen, Tänzen und Liedern abliefern. Geplauder aus dem Nähkästchen, witzige Parodien und ordentliche Seitenhiebe auf das starke Geschlecht und auf Monschaus Prominenz fehlen nicht, dafür sind das „Mo-Mü-Theater“ und Büttenrednerinnen zuständig. Der gute Kaffee steht am Anfang, dazu erlesenes Gebäck aus Monschaus Bäckereien und Konditoreien, süß und herzhaft.

Männer sind grundsätzlich nicht zugelassen, aber sie dürfen die Frauen verwöhnen und wo nötig tatkräftig anpacken: Monschaus Ortsvorsteher Georg Kaulen zum Beispiel als Moderator. Und ein paar handverlesene „Köbesse“ bedienen die Damen und kümmern sich um Requisiten und Bühnenbau. Am Donnerstag, 21. Februar, ist es wieder soweit, um 14 Uhr öffnen sich die Türen der Markhalle zum Mütterkaffee; um 15 Uhr beginnt das Programm. Kostümierung ist erwünscht, aber nicht vorgeschrieben. Natürlich sind auch Erfrischungen und alkoholische Getränke im Angebot.

Bei ihrem kurzweiligen Programm voller Frohsinn und Heiterkeit, von Frauen für Frauen gemacht, würde die Katholische Frauen- und Müttergemeinschaft Monschau wieder gerne junge und ältere Damen bzw. jecke Weiber aus allen Orten begrüßen. Noch ein kleiner Hinweis: Bitte Kuchengabel und Tasse mitbringen!

Anmeldungen nimmt Rita Hermanns unter Tel. 02472/7018 entgegen, auch per E-Mail kann man sich anmelden: KathFrauengemeinschaftMonschau@t-online.de.

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