Monschau: Müllgebühren: Eine gute Nachricht und viele Fragezeichen

Monschau: Müllgebühren: Eine gute Nachricht und viele Fragezeichen

Die Müllgebühr in Monschau sinkt. Das ist die gute Nachricht, die am Dienstagabend im Haupt- und Finanzausschuss verkündet werden konnte. Allerdings muss diese Grundaussage mit einigen Einschränkungen und Fragezeichen versehen werden, die vor allem die Umstellung auf das neue Müllsystem mit sich bringt.

Zunächst die Fakten: Der Hauptausschuss verabschiedete am Abend mehrheitlich die Gebührenkalkulation und somit die ab 1. Mai gültigen Sätze. Zum neuen System gehört auch die Vereinheitlichung der Gefäße, das heißt an die Stelle der bisher möglichen 35- oder 50-Liter-Tonne tritt für die große Mehrzahl der Haushalte das - bereits ausgelieferte - rollbare (und somit für Bürger und Mitarbeiter schonendere) 60-Liter-Gefäß; die 240-Liter-Tonne und der 1100-Liter-Container sind eher für Firmen und Betriebe gedacht.

Für die Leerung der 60-Liter-Tonne im bisherigen 14-Tage-Turnus muss der Bürger für den Rest des Jahres 2009 zunächst 38,84 Euro Grundgebühr bezahlen, das sind 4,85 Euro im Monat. Hinzu kommt eine Gebühr von 28 Cent je Kilogramm Restabfall.

Das Gewicht der Tonne wird von einem sogenannten Responder erfasst, der unter dem Griff angebracht ist und der beim Entleeren am Müllfahrzeug das Gewicht samt der Identifikationsnummer der Tonne an einen Bordcomputer im Fahrzeug übermittelt. Haben die Sammler ihre Tour beendet, werden die kompletten Daten an die Stadt Monschau übermittelt, die die verursacherbezogene Gebührenrechnung erstellt.

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