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Motorradfahrer rettet sich in der Eifel vor der Rurtalbahn

Knapp davongekommen : Motorradfahrer rettet sich vor Zug und opfert sein „Schätzchen“

Auf der Mission nach einem schönen Landschaftsbild wurde am Sonntagmorgen ein Motorradfahrer von der Rurtalbahn überrascht. Der Mann konnte sich retten, doch seine Maschine musste dran glauben.

Ein 53-jähriger Motorradfahrer aus Aachen war bereits am frühen Sonntagmorgen mit seinem Motorrad auf der Landesstraße 249 entlang der Buntsandsteinfelsen und der Rur unterwegs.

Zwischen den Ortschaften Blens und Hausen nutzte er eine Einmündung zu einem Feldweg, um von einer Wiese aus Fotos vom Panorama zu machen. Dabei fuhr er gegen 08.30 Uhr über einen unbeschrankten Bahnübergang. Dort wurde er von der aus einer Kurve kommenden Rurtalbahn überrascht. Um dem mit Hupsignalen nahenden Zug nicht in die Quere zu kommen, wollte der Fahrer die Maschine wenden, würgte dabei jedoch auf den Gleisen den Motor ab und geriet damit in eine lebensgefährliche Situation.

Inzwischen war der Zug bereits so nah aufgeschlossen, dass der 53-Jährige von dem Zweirad sprang und sich in Sicherheit brachte. Dem auf den Schienen verbliebenen Motorrad erging es schlechter: Die Bahn kollidierte trotz eingeleiteter Bremsung mit dem Rad und schliff es einige Meter über die Gleise. Bei dem Vorfall wurde niemanden verletzt und die Beteiligten benötigten keine Betreuung.

Während die Rurtalbahn nach Abschluss der Unfallaufnahme selbständig ihre Fahrt bis nach Düren und später in eine Werkstatt fortsetzen konnte, musste für das stark beschädigte Motorrad ein Abschleppdienst gerufen werden. Die Schadenshöhe steht derzeit nicht fest, gehe laut Polizei in die Tausende.

(dpa)