Monschau: Monschaus Abfallgebühren steigen leicht

Monschau : Monschaus Abfallgebühren steigen leicht

Die Abfallgebühren in Monschau werden ab dem 1. Januar 2018 leicht ansteigen. Das war Thema im Haupt- und Finanzausschuss, der jetzt im Monschauer Rathaus stattfand.

Obwohl die Gebührensatzung des Zweckverbandes Entsorgungsregion West (ZEW) ab dem kommenden Jahr in einigen Bereichen deutliche Verbesserungen bei den Entgelten/Gebühren sieht, kann dies lediglich dazu beitragen, dass die Abfallgebühren im kommenden Jahr nicht unverhältnismäßig steigen.

So wird unter anderem die Grundgebühr für Haus- und Sperrmüll von 14,60 Euro auf 12,51 Euro pro Einwohner sinken, ebenso die Gebühr für die Abfallberatung von 0,98 Euro auf 0,50 Euro pro Einwohner. Demgegenüber stehen jedoch enorme Kostensteigerungen bei der Entsorgung der Bio- und Grünabfälle (plus 56.500 Euro) sowie höhere Logistikkosten bei der Altpapiersammlung (plus 20.000 Euro). Diese führen letztendlich zu einem Anstieg der Abfallgebühren im kommenden Jahr.

60-Liter-Tonne wird teurer

So wird beispielsweise die jährliche Grundgebühr für eine 60-Liter-Restmülltonne um 9,60 Euro auf 115,20 Euro steigen (2017: 105,60 Euro). Die Zusatzgebühr einschließlich Bio-/Grünabfallentsorgung wird voraussichtlich minimal von 0,34 Euro auf 0,35 Euro pro Kilogramm steigen. Daraus ergeben sich bei einer unterstellten zusätzlichen jährlichen Abfuhrmenge von 120 Kilogramm eine Zusatzgebühr von 42 Euro sowie eine Gesamtgebühr von 157,20 Euro.

Die Zusatzgebühr wird dabei zunächst als Vorausleistung festgesetzt, die sich an der tatsächlich abgefahrenen Abfallmenge des Vorjahres orientiert. Die Gebühr für eine 240-Liter-Restmülltonne steigt um 27,60 Euro auf dann 375,60 Euro (2017: 348 Euro). Bei einer nachgewiesenen Eigenkompostierung verringert sich die Gebühr um 3 Euro pro Monat.

Im Großen und Ganzen zeigten sich alle Fraktionen zufrieden mit den Kalkulationen für das kommende Jahr. „Wir sollten das Wiegesystem in jedem Falle beibehalten, denn es ist familienfreundlich, und die Leute sind insgesamt sehr zufrieden. Besonders das Abholen der Windelsäcke kommt bei den Familien gut an“, sagte Micha Kreitz, der Fraktionssprecher der CDU. „Nur im Bereich der Grünabfälle sollten wir über die Möglichkeit einer dezentralen Entsorgung nachdenken, um die Kosten für die Transportkilometer einzusparen“, appellierte Kreitz.

Diesen Worten schloss sich SPD-Fraktionssprecher Gregor Mathar inhaltlich komplett an und appellierte ebenso wie Werner Krickel von den Grünen, „zu prüfen, ob es keine näher liegende Anlage für die Grünabfälle gibt, um die Transportkosten zu sparen“. „Die 56.000 Euro Einsparungen im Bereich der Abfallgebühren sind sehr positiv, die Mehrkosten von 76.000 Euro trüben das Bild natürlich etwas“, so Krickel weiter.

Keine Container mehr nötig

Auf Anfrage beantwortete Vinzenz Klein vom Ordnungsamt, dass bereits „über 60 Prozent der Bürger Altpapiertonnen besitzen, die Anfrage jedoch weiter steigt“, so dass keine Altpapiercontainer mehr notwendig seien. Es sei jedoch nach wie vor möglich, die Altpapierbündel zur Abholung an die Straße zu stellen.

Nachdem Bürgermeisterin Margareta Ritter den Auftrag an die Verwaltung weitergegeben hatte, „modellhaft auszurechnen, welcher Betrag durch die Transportwege eingespart werden könnte“, wurden die Gebührenkalkulation sowie Festsetzung der Gebührensätze für das Jahr 2018 einstimmig angenommen und werden dem Stadtrat zur Abstimmung vorgelegt.

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