Konzen: Monschauer SPD ist startklar für die Bundestagswahl

Konzen: Monschauer SPD ist startklar für die Bundestagswahl

Die SPD wird 150 Jahre alt, und im Monschauer Land ist sie seit 65 Jahren vertreten. Für Brigitte Olschewski, die Vorsitzende des Ortvereins Monschau, ist das ein Grund zum Feiern. Auf der Mitgliederversammlung des Ortsvereins im Hotel „Jägersruh“ in Konzen zeigten sich die Genossinnen und Genossen startklar für den Bundestagswahlkampf.

Detlef Loosz, der Bundestagskandidat für die Region Aachen, stellte sich jedenfalls kampfbereit vor: Er beleuchtete kurz die aktuellen Themen der großen Politik und kam zu dem Schluss, dass die jetzige Bundesregierung nicht wirklich einen Wandel zustande gebracht habe. In der Energiepolitik, in der Rentenfrage, bei der Forderung nach gerechten Löhnen sei sie die Antworten schuldig geblieben.

Er wiederholte die wichtigsten Programmpunkte der SPD wie beispielsweise Mindestlohn, gleiche Rente für Ost und West, Steuergerechtigkeit (es sollen keine Millionen am Finanzamt vorbei nach Luxemburg oder in die Schweiz gehen). Das Betreuungsgeld würde die SPD sofort wieder abschaffen.

„Für die Region Monschau werde ich mich im Bundestag genauso einsetzen, wie Stefan Kämmerling dies im Landtag tut“, versprach Detlef Loosz. Es kam zu einem lebhaften Disput mit den Monschauer Genossen; einer fragte nach der Förderung der Ein-Euro-Jobs, die er zum Teil für sehr sinnvoll hielt. Ein anderer äußerte seine Sorge über die alarmierende Verschuldung der Kommunen; dies könne man nicht hinnehmen, meinte Detlef Loosz: „Wenn der Bund oder das Land Gesetze beschließen zu Lasten der Gemeinden, dann muss auch der Bund bzw. das Land bezahlen!“ Dafür erhielt er Applaus.

Aus der Ratsfraktion berichtete Gregor Mathar, er hielt den Mitgliedern vor Augen, dass Monschau als Stärkungspakt-Gemeinde gezwungen sei, bis 2018 einen ausgeglichenen Haushalt vorzulegen. Zu den unausweichlichen Maßnahmen gehörten Steuererhöhungen und die Überlassung von Sportheimen an die Vereine.

„Wie kann man 50 Millionen Euro abbezahlen?“ fragte Helmut Fink im Hinblick auf die Schulden der Stadt Monschau. Er mahnte eindringlich, dem Bürger die Wahrheit zu sagen. „Wir werden weiterhin transparent machen, was die Bürger interessiert“, versprach Gregor Mathar. Er verwies auf die jüngste Entscheidung im Monschauer Wahlausschuss. Dass die Wähler aus Höfen-Alzen und Brath demnächst in Rohren zur Wahl gehen sollen, halten die Genossen für politisches Kalkül. Man hätte ebenso gut Widdau dem Rohrener Wahlbezirk zuschlagen können. Brigitte Olschewski wies darauf hin, dass eine Unterschriftensammlung ein wichtiges Mittel der Meinungsäußerung in einer Demokratie sei, und kritisierte, dass man diese in Monschau nicht gewertet habe.

Für die AG 60 plus wählten die Genossen Manfred Fichtner als Delegierten. Dann übernahmen Brigitte Olschewski und Detlef Loosz erfreut die Aufgabe, zwei Mitglieder zu ehren: Bruno Steffens ist seit 50 Jahren in der SPD, er arbeitet seit Jahrzehnten im Vorstand mit und führt vorbildlich die Kasse des Ortsvereins. Und Horst Krökel hält sogar schon seit 55 Jahren der SPD die Treue! Brigitte Olschewski begrüßte aber auch herzlich das jüngste SPD-Mitglied, die 21-jährige Carmen Krökel.

Zum Schluss wies die Vorsitzende noch darauf hin, dass Ende April wieder eine Narzissenwanderung stattfinden wird. Das Sommerfest wird am 8. Juni an der Grillhütte im Belgenbachtal gefeiert. Ein ganz wichtiger Termin ist natürlich der 22. September, dann ist Bundestagswahl.

Roland Krökel, der die Internetseite des SPD-Ortsvereins Monschau pflegt, bat um mehr Beteiligung; man möge doch seine Ideen einbringen, auch dies sei eine Form gelebter Demokratie.

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