Monschau: Monschauer Musikwoche im Herzen der Stadt

Monschau: Monschauer Musikwoche im Herzen der Stadt

Volksmusik, Swing und Reggae — viel bunter hätte die Mischung bei der 35. Auflage der Monschauer Musikwoche nicht sein können.

Mit einem „sehr zufriedenstellenden Auftakt“, so Hilmar Weber, erster Vorsitzender der Musikvereinigung Montjoie war die 35. Monschauer Musikwoche am Donnerstagabend in das musikalische Wochenende in der Altstadt gestartet.

Mächtig was los war am Samstagabend auf der Rurbrücke, als KTK für Stimmung bei der Musikwoche. Mit der gastgebenden Musikvereinigung Montjoie war die Musikwoche donnerstags gestartet. Foto: Monterey/Schepp

Das Programm „umsonst und draußen“ begann mit den Gastgebern, dem Orchester der Musikvereinigung Montjoie unter der Leitung von Jeff Krings, mit schmissigen Stücken aus Country und Western, angefangen mit „Indian Summer“ über „Clementine“ bis zu bekannten Filmmelodien aus legendären Karl-May-Filmen.

In den Pausen sorgte die Tanzformation des Frauen- und Müttervereins mit thematisch passendem Squaredance für Abwechslung. Durch das Programm führte Bettina Fricke.

Nach guten Erfahrungen mit dem neuen Standort der Veranstaltung auf der Rurbrücke hat sich der Platz abermals bewährt, dieses Jahr ohne hinderliche Baustelle und an einem, wenn auch kühlen, aber regenfreien Abend, „so wie wir uns das vorgestellt haben“, meinte Weber. Auch die Auswahl einer anderen Bühne mit Kuppeldach, die Peter Breuer aufgebaut hatte, sei eine „Bereicherung“, berichtete Weber und sorge für eine „bessere Akustik“.

Für das leibliche Wohl war natürlich ebenso gesorgt, wie für ausreichend überdachte Sitzgelegenheiten auf der Rurbrücke. Unter den Gästen, viele Einheimische und Touristen, waren auch Raimund Müller, Manfred Brandenburg und Karl Görgen zugegen, die einst, vor 35 Jahren die Veranstaltung ins Leben gerufen hatten.

Gäste und Akteure zufrieden

Rundum zufrieden gingen die Gäste spätabends nach Hause, so Besucher aus Solingen, Ralf Hasler und Norbert Busboon, die gerade eine Fünf-Tage-Radtour entlang der Rur machen, in der Altstadt übernachten und den Zusammenhalt unter den Monschauern und die Vereinsarbeit lobten. Guido und Ruth Breuer, letztere Tänzerin bei der Squaredance Gruppe, bekannten, „dass es unglaublich viel Spaß gemacht habe“, was auch für die Musiker selber galt, die sich wie Ute Jakobs (Klarinette) den klimatischen Bedingungen stellten.

Am zweiten Tag stand dann abermals ein stimmungsvoller Abend mit der Show- und Swingband „Melano“ auf dem Programm. Längst schon ein fester Bestandteil der Musikwoche, sorgte das Ensemble unter Leitung von Peter Hürtgen für einen stimmungsvollen Abend und erfüllte die Monschauer Mitte fast bis Mitternacht mit seinen Ohrwürmern und Rhythmen.

Höhepunkt und Abschluss des musikalischen Wochenendes war dann am Samstagabend der Auftritt von Keuners Tanzkapelle, kurz KTK. Die zehnköpfige Band aus der ganzen Nordeifel hatte nicht nur viele Musikfans auf die Brücke gelockt, sondern brachte mit ihrer Gute-Laune-Musik die Menschen auch bei 12 Grad Celsius (aber immerhin trockenen Bedingungen) zum Tanzen und Feiern auf dem Altstadtpflaster.

Nach anderthalb Stunden Reggae und Ska, fetten Bläsersätzen, wummerndem Offbeat und der ein oder anderen Showeinlage enterte Musikvereins-Chef Hilmar Weber die Bühne und dankte KTK, die am 31. Juli auch die Festspiele auf der Burg eröffnen werden, „für einen fantastischen Abend!“

(mon)
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