Vortrag zum Thema Leistenbruch im Druckereimuseum

Vortrag zum Thema Leistenbruch im Druckereimuseum : Moderne und qualitätsgesicherte Behandlungstechniken werden erklärt

„Einen Bruch gehoben“ – heißt es im Volksmund. Allerdings sind nur wenige Leistenbrüche tatsächlich auf das Heben schwerer Lasten zurückzuführen. Die Ursachen können sehr vielfältig sein. Gemeinhin versteht man unter einem Leistenbruch einen Eingeweidebruch („Hernie“) im Bereich des Leistenkanals.

Leistenhernien treten bei Männern etwa achtmal häufiger als bei Frauen auf. Ob alt oder jung spielt dabei keine Rolle – alle Altersgruppen können betroffen sein – sogar Kinder. „Jährlich werden in Deutschland über 200.000 Leistenbrüche operiert“, sagt Privatdozent Joachim Heise, Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeral und Schilddrüsenchirurgie vom Bethlehem Gesundheitszentrum in Stolberg.

Leistenbrüche können zunächst auch beschwerdefrei sein, erlangen aber häufig Krankheitswert durch Schmerzen, die aus Einklemmungen von Baucheingeweiden herrühren. In jedem Fall sollte ein Leistenbruch ärztlich behandelt werden, da ansonsten schwerwiegende Komplikationen wie Bauchfellentzündungen oder Darmgewebsschädigungen drohen.

In den deutschen Kliniken werden verschiedene moderne und qualitätsgesicherte Methoden zur Operation der Brüche angewendet. „Der überwiegende Anteil dieser Operationen erfolgt unter Anwendung der Schlüsselloch-Technik – heute sicher über 90 Prozent mit Netzverstärkung“, erklärt der Chefarzt.

Am Montag, 28. Oktober, um 19.30 Uhr wird Heise auf Einladung der AOK Rheinland/Hamburg im Druckereimuseum Weiss, Am Handwerkerzentrum 16, in Imgenbroich referieren. Das Krankheitsbild, seine Entstehung, die Diagnosestellung und die Behandlungsmöglichkeiten werden dabei erläutert.

Der Experte beantwortet nach dem Vortrag wie immer sehr gerne Fragen der Zuhörer. Die Teilnahme ist kostenfrei. Eine telefonische Anmeldung ist unter Tel. 02472/982101 erforderlich.