Tanzclub Dash in Imgenbroich: Mehr als eine gewöhnliche Jubiläumsfeier

Tanzclub Dash feiert zehnjähriges Bestehen : Mehr als eine gewöhnliche Jubiläumsfeier

Ein Fest für den Tanz und für die Region sollte es werden, so hatten sich die ehrenamtlichen Vorstandsmitglieder des Tanzclubs Dash die Feier zum zehnjährigen Bestehen des Vereins vorgestellt.

Doch es wurde viel mehr als das: Es war eine Party unter Freunden und Gleichgesinnten, mit prominenten Gästen und für die ganze Familie, eine Reise durch die Filmgeschichte, ein Tag voller Emotionen, Überraschungen und Dankbarkeit und letztlich ein unvergessliches Erlebnis für alle.

Rund um die Tanzschule in Imgenbroich herrschte am vergangenen Sonntag ein beinahe unüberschaubares Gewusel. Die rund 600 aktiven Tänzerinnen und Tänzer hatten ihre Familien und Freunde mitgebracht, befreundete und ehemalige Trainer und Trainerinnen des Vereins waren zu Besuch und so schätzt der Verein, an diesem Tag bis zu 1000 Personen aus eigener Kraft bewirtet und mit professionellen Auftritten unterhalten zu haben.

Monschaus Bürgermeisterin Margareta Ritter sagte mit einem Blick auf die vielen Gäste und das abwechslungsreiche und prall gefüllte Programm des Tanzclubs: „Zehn Jahre nach der Vereinsgründung – das ist eigentlich eine erste Etappe, bei der man überlegt, wo es vielleicht hingehen soll. Aber das hier, das ist außerordentlich. Das schafft manch anderer Verein in 150 Jahren nicht.“

Dass der Verein so gut läuft und so erfolgreich ist, hat er nicht nur den gut ausgebildeten und ambitionierten Trainerinnen und Trainern, sondern insbesondere dem aktuell 13-köpfigen Vorstandsteam rund um die beiden Vorsitzenden Horst Emmerich und Susanne Seidel zu verdanken, das jede Woche unendlich viele Stunden aufbringt, um Veranstaltungen, Meisterschaften und Kurse zu planen, die Halle in Schuss zu halten, wichtige Entscheidungen zu treffen, kleine und große Probleme zu lösen und für die Mitglieder da zu sein.

Der außerordentliche Aufwand dieser Arbeit führt dazu, dass auch im Vorstand ständig Bewegung herrscht, denn nicht jeder kann diese hohe Anzahl an ehrenamtlichen Stunden neben Familie, Beruf und anderen Hobbies aufbringen. Von Anfang an in diesem Team dabei und eine Konstante des Vereins ist jedoch Gründungsmitglied Doris Thomas, die an diesem Tag ebenso wie ihre Tochter Lisa Nestler, die Trainerin der ersten Stunde, besonders geehrt wurde. Beide haben den Überblick über alle Mitglieder und bewahren auch im größten Durcheinander immer die Ruhe.

Trotz der Menschenmengen vor der Bühne und im Vereinsheim lief so das unterhaltsame und kurzweilige Bühnenprogramm äußerst professionell ab. Von den Jüngsten, den Dreijährigen, bis hin zu den Ältesten im Seniorenalter präsentierten alle Tänzerinnen und Tänzer von Ballett über Jazz, Hip-Hop in verschiedenen Altersklassen, Commercial, Videoclip-Dancing bis hin zum Paartanz alle Tanzkurse des Vereins zu Klassikern der Filmmusik. Dies allein – ohne die Präsentation der zahlreichen Fitnesskurse des Vereins – füllte bereits vier Stunden, die von René Travnicek, dem Warm-upper zahlreicher bekannter Fernsehshows mit viel Witz und kleinen Specials zwischendurch moderiert wurden.

Neben der WDR-Maus, die besonders bei den kleineren Gästen gut ankam, war eines der Highlights der Auftritt zweier Formationen gemeinsam mit dem sympathischen Sieger von „Deutschland sucht den Superstar“ und „dance dance dance“ Prince Damien. Das, was wohl für viele als besonderer Höhepunkt in Erinnerung bleiben wird, ist der Überraschungsauftritt der Eltern der Formationskinder von „Made to Move“, welche unerwartetes Talent bewiesen: Sie hatten sich in den letzten Wochen regelmäßig mit Trainerin Helen Neuß heimlich getroffen, um den allerersten Tanz ihrer Kinder, mit dem diese im Jahr 2013 zum ersten Mal eine Meisterschaft gewonnen hatten, im Original – auch mit den passenden Kostümen – nachzutanzen. Für Viele galt dies, ebenso wie die zahlreichen Stunden, die alle Eltern jede Woche in den Verein investieren, als ganz besonderes Zeichen der Wertschätzung.

Wertschätzung erhielt der Verein zudem auch von Christian Schwitzke, dem Geschäftsführer des IVM-Verbandes, in dem der Tanzclub von Beginn an mit mehreren Formationen an den Meisterschaften teilnimmt. Er war extra aus Heidelberg angereist, um zu gratulieren und betonte, wie wichtig es sei, über das Tanzen bestimmte Fähigkeiten zu erwerben. Nicht nur Disziplin und Selbstsicherheit, sondern vor allem auch Scheitern und Wiederaufstehen seien Effekte, die besonders auch bei den Meisterschaften gelernt würden und für das gesamte Leben sinnvolle Erfahrungen seien.

Während zum Abschluss des Festes ein Workshop mit Prince Damien stattfand, bei dem die Tanzfläche fast zu klein war, steppte draußen der Bär mit der Band „Vennomenal“, die einen phänomenalen Abschluss des Festes hinlegten. So wird auch dieses Fest in die Geschichte des Vereins eingehen und in guter Erinnerung bleiben.

(ck)
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