Städteregion soll verursachte Schäden so schnell wie möglich beheben

Am Grenzübergang in Mützenich : Barrierefreier Weg beschädigt

Ein viel genutzter, barrierefreier Wanderweg nahe der Grenze in Mützenich soll kurzfristig im Auftrag der Städteregion Aachen repariert werden. Darauf wurde nun im Monschauer Wirtschaftsausschuss gedrängt. Der Weg war im Zuge einer Entfichtungsmaßnahme erheblich beschädigt worden.

„Aufgrund von Beschwerden von Erholungssuchenden wurde festgestellt, dass im Zuge von Entfichtungsmaßnahmen durch die Landschaftsbehörde der Städteregion Aachen der Weg zwischen der Eupener Straße und dem Aussichtsturm in Mützenich stark beschädigt wurde“, berichtete die verwaltung im Wirtschaftsausschuss.

Auf Nachfrage der Stadt Monschau erklärte die Untere Landschaftsbehörde, dass für die Wiederherstellung derzeit keine Haushaltsmittel zur Verfügung stünden. Es wurde von Seiten der Städteregion lediglich zugesagt, dass, sobald die Mittel bereitstehen, die Instandsetzung des Weges bei geeigneter Witterung beauftragt werde, hieß es in der Verwaltungsvorlage.

Der 800 Meter lange Weg zur Vennhochfläche in Mützenich wird touristisch als barrierefreier Weg beworben. Über das Naturparkprojekt „Natur für Alle“ ist dieser das Rote Venn durchquerende, attraktive Abschnitt in enger Abstimmung mit der StädteRegion Aachen und der Biologischen Station umfangreich barrierefrei gestaltet, beschildert und mit passendem Mobiliar ausgestattet worden. In diesem Zusammenhang wurde auch der Grenzparkplatz neu hergerichtet und ein Unterstand erstellt.

„Derzeit wird dieses barrierefreie Angebot in der touristischen Vermarktung der Stadt Monschau daher bis auf weiteres nicht mehr angeboten“, berichtete die Verwaltung, doch damit wollte Werner Krickel (Grüne) es nicht bewenden lassen. „Ich sage als Mitglied des Städteregionstags nicht schnell etwas gegen die Städteregion, aber da sollten wir keine Nachsicht mit den zuständigen Stellen haben“, meinte Krickel. Die Entfichtung sei eine sinnvolle Sache, aber zu der Aktion müsse zwingend auch die Wegereparatur hinterher gehören, so Krickel. Er forderte unmissverständlich: „Wir erwarten die Wiederherstellung des beliebten Wanderweges noch im Jahr 2019!“

Mützenichs Ortsvorsteherin versuchte die Gemüter etwas zu beruhigen. Sie habe mit Udo Thorwesten von der Landschaftsbehörde gesprochen. „Er hat mir versprochen, sich um die Angelegenheit zu kümmern.“

(hes)
Mehr von Aachener Nachrichten