Siegerehrung und Scheckübergabe beim Monschau-Marathon

Monschau-Marathon : Teilnehmer aus 16 Nationen waren am Start

Hektischer Betrieb herrschte auf der „Sportmeile“ in der Konzener Dorfmitte am Sonntag nach Beendigung der zahlreichen sportlichen Wettbewerbe des 43. Monschau-Marathons. Die große Schlacht war geschlagen, die Rennen beendet.

Die Heldinnen und Helden waren müde, aber glücklich, am Ende die Ziellinie überschritten zu haben. „Geschafft!“, das war häufig zu hören.

Bei Oliver Krings vom Orga-Team klang Zufriedenheit durch. Alles sei reibungslos über die Bühne gegangen, Zwischenfälle oder Verletzungen gebe es keine zu vermelden. Die Teilnehmerzahlen seien mit um die 1500 auch konstant geblieben. „Es ist schön, unsere Veranstaltung zieht Kreise, wir hatten heute 16 Nationen am Start“, so Krings.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer unter anderem aus Australien, den USA und sogar aus China. Familien, die in Europa Station machen oder in der Eifel ihren Urlaub verbringen, nutzten die Gelegenheit zu einem Abstecher, um beim Monschau-Marathon an den Start gehen zu können. Krings zeigte sich auch mit dem Wetter zufrieden, ideale Bedingungen hätten dazu beigetragen, dieses Event erfolgreich über die Bühne zu bringen. Ein dickes Lob zollte er dem gesamten 400-köpfigen Helfer-Team, das hervorragende Arbeit geleistet habe.

Als am Mittag die Siegerehrung anstand, knubbelte es sich im Dorf. Die Fanmeile brummte, Parkplätze waren Mangelware, Sitzplätze an den Tischen ebenfalls. Wohl dem, der eine Sitzgelegenheit gefunden hatte, um in Ruhe eine Stärkung zu sich nehmen zu können. Siegertreppchen wurden aufgebaut, Preise und Auszeichnungen aufgestapelt.

Bei den Marathon-Damen gab es Ehrungen für Siegerin Tanja Schmitt und die beiden Platzierten Andrea Pfister und Nora Schmitz. Ebenso bei den Marathon-Herren, wo Markus Mey ganz oben auf dem Treppchen stand, gefolgt von Manuel Skopnik und Wesley Sors.

Ein alter Bekannter bestieg dann freudestrahlend das Siegerpodest: André Collet ließ sich die Butter nicht vom Brot nehmen und lief den Ultra-Marathon sicher nach Hause. Beifall gab es ebenso für die Nachfolgenden Stephan Langer und Leo Smeets. Großartige Leistungen erbrachten im Ultra-Marathon der Damen Siegerin Hendrike Hatzmann vom TV Konzen, gefolgt von Mara Lückert und Andrea Switala.

Applaus bekamen auch die beiden „Schnellsten aus der Eifel“, Tamara Fischer (Hansa Simmerath) und Domenik Neumann (Eicherscheid).

Mit dem unermüdlichen Sammler Peter Borsdorff, der zuvor an Kilometer 28 Gummibärchen verteilte und die Sammelbüchse kreisen ließ, kam Gisela Esser vom Förderverein Schwerkranke Kinder auf die Bühne. „Es ist immer wieder schön hier“, sagte Borsdorff und rief noch einmal in Erinnerung, dass es ihm ein Herzensanliegen sei, mit seiner Aktion „Running for Kids“ etwas Gutes für Kinder zu tun, denen es nicht gut gehe. „Bisher sind insgesamt 2,323 Millionen Euro erlaufen worden“, verkündete er unter starkem Applaus.

Für schwerkranke Kinder in der Region konnte Gisela Esser einen aktuellen Spendenscheck entgegen nehmen. Peter Borsdorff erzählte von einem zweijährigen Kind, das auf der linken Hand einen Tumor habe, weswegen eine Operation anstehe. Es gebe auch einen 17jährigen Jungen, der bis Ostern dieses Jahres noch fit gewesen sei. Als er plötzlich Bauchschmerzen verspürte und sich einer Untersuchung unterzogen habe, sei ein Tumor an der Leber festgestellt worden. „Der Junge braucht eine neue Leber.“

Auf 25 Jahre Freundschaft blicken Borstdorff und der TV Konzen zurück – und die Sammelbüchse von Peter Borsdorff soll noch lange nicht zur Ruhe kommen, wie dieser versprach. „Das ist gut so“, kommentierte Oliver Krings.

Die Ergebnisse sind einsehbar unter: www.frielingsdorf-datenservice.de/anmeldung/2019/monschau/

(der)