Sägewerk in Mützenich wird rückgebaut

Monschauer Bau- und Planungsausschuss : Wohnbebauung statt Sägewerk in Mützenich

Zügig ging am Dienstagabend unter Leitung von Manfred Schneider die Sitzung des Bau- und Planungsausschusses im Sitzungssaal des Monschauer Rathauses vorbei, wobei für die Entwicklung der Stadt wichtige Weichen gestellt wurden.

Neben einer Reihe von Änderungen des Flächennutzungs- und Bebauungsplanes in Höfen, Konzen und Kalterherberg, fiel besonders die Einleitung eines Bauleitplanverfahrens in Mützenich ins Auge, wo der schrittweise Rückbau eines Sägewerks und die parallele Entwicklung einer Wohnnutzung geplant wird.

Das Sägewerk an der Reichensteiner Straße soll im Rahmen der Planung des Antragstellers in drei Schritten durch eine Wohnbebauung ersetzt werden. Der erste Bauabschnitt soll sich nordwestlich des Sägewerks erstrecken und noch im laufenden Betrieb des Sägewerks erfolgen. Wie von Seiten der Verwaltung mitgeteilt wurde, ist im Rahmen dieses Verfahrens ein Immissionsgutachten erforderlich. Nach Stilllegung des Sägewerks soll dann westlich davon der zweite Bauabschnitt erfolgen. Im dritten Schritt ist nach dem Rückbau des Sägewerks geplant, an dessen jetzigem Standort und südlich davon weitere Grundstücke zu bebauen.Während von Seiten der CDU (Hilmar Weber) und Werner Krickel (Grüne) Zustimmung zu dem Antrag erfolgte, konnte sich dem die SPD (Gregor Mathar) nicht anschließen.

Einstimmig verabschiedet wurde dagegen der Antrag zur Änderung des Flächennutzungsplanes und der Aufstellung des Bebauungsplanes in Zusammenhang mit dem „Pump-Track“ in Kalterherberg. Wie die Verwaltung dazu  mitteilte, wurden im Rahmen der Bearbeitung des Förderantrages von der Bezirksregierung Köln Bedenken gegen zwei formulierte Zweckbestimmungen auf dem Areal (Parkplatz/Multifunktionsplatz) erhoben. Durch eine Überarbeitung der Unterlagen wurden diese konkretisiert. Die Kosten für die städtebaulichen Leistungen und Fachgutachten betragen rund 11.600 Euro.

Den beantragten Fällungen von insgesamt neun beschädigten und erkrankten Buchen in Rohren und Imgenbroich stimmte der Ausschuss einstimmig zu.

Mehrheitlich wurde schließlich die Bauvoranfrage eines Haupterwerbslandwirtes zum Neubau eines kompletten landwirtschaftlichen Betriebes in Kalterherberg verabschiedet, dessen Betriebsstätte sich momentan im Messeweg befindet. Zur „Aussiedlung“ wurden auch von der Unteren Landschaftsbehörde keine Bedenken geäußert.

Auch wenn von Seiten der Verwaltung das Vorhaben in Bezug auf die Notwendigkeit und die Lage äußerst kritisch gesehen wurde, liegen nach ihrer Meinung, auch nach mehrmaliger Rücksprache mit dem zuständigen Bauaufsichtsamt, keine Versagungsgründe vor

(ho)
Mehr von Aachener Nachrichten