Neues Löschfahrzeug für Altstadt-Wehr

Zum Wohle der Bürger : Altstadt-Wehr ist Feuer und Flamme für neues Löschfahrzeug

Die Feuerwehr der Stadt Monschau, Löschzug Altstadt, ist um ein Schmuckstück reicher. Die „Floriansjünger“ waren allesamt Feuer und Flamme für das neue, hochmoderne Hilfeleistungslöschfahrzeug, das am Freitag am Interims-Gerätehaus in der Hargardsgasse im Mittelpunkt einer Feierstunde stand.

Der Mittelpunkt des Tages, mit Blumen geschmückt, genoss die Aufmerksamkeit, die ihm zuteil wurde. Entsprechend groß auch die Gästeschar, die sich eingefunden hat, allen voran Monschaus Bürgermeisterin Margareta Ritter und Altstadt-Ortsvorsteher Georg Kaulen.

Freude auch bei Altstadt-Zugführer Sascha Kaulen, er sagte gegenüber unserer Zeitung: „Dieses Fahrzeug eignet sich gerade für die schmalen Straßen in der Altstadt hervorragend.“ Erste Probefahrten hätten dies seit März dieses Jahres bestätigt. Man sei froh, nun über ein ein hochmodernes Fahrzeug verfügen zu können, denn dies sei dringend erforderlich gewesen.

Froh war Sascha Kaulen aber auch, zu Beginn des kleinen Festaktes illustre Gäste begrüßen zu können, darunter Abordnungen befreundeter Wehren aus der Umgebung. Man habe sich zwei Jahre lang gezielt Gedanken über die Planung und Gestaltung gemacht, denn es gehe schließlich darum, das Fahrzeug zweckmäßig in der Monschauer Altstadt einzusetzen. Der ganzen Mannschaft zollte Kaulen ein dickes Dankeschön für die vielen ehrenamtlichen Stunden, die sie in Sachen Vorarbeit geleistet habe.

Stadtbrandmeister und Leiter der Feuerwehr, Falk Claßen, sagte, dass man nach reichlichen Überlegungen die richtige Wahl getroffen habe, denn dieses moderne Fahrzeug sei in der Tat „altstadttauglich“ und ein „sehr effektives“ dazu. Sein Dank ging an Rat und Verwaltung der Stadt Monschau. Immerhin habe die 300 PS starke Neuanschaffung rund 400.000 Euro gekostet.

„Heute ist wieder so ein Tag, um der Freiwilligen Feuerwehr Unterstützung angedeihen zu lassen“, hob Bürgermeisterin Margareta Ritter hervor. Und das zum Wohle aller Bürger und Bürgerinnen, daher könne man auf die Wehr mächtig stolz sein und ihren Einsatz nicht genug würdigen. Bereits 2013 seien die ersten Weichen für die Anschaffung gestellt worden. Ritter überreichte Sascha Kaulen einen großen symbolischen Schlüssel für das neue Fahrzeug und wünschte viel Glück damit.

Jugendseelsorger der Region Eifel, Hardy Hawinkels, meinte, er habe erst einmal gestöhnt, als er erfuhr, dass er sich zur Einsegnung des neuen Fahrzeuges von Kall nach Monschau begeben solle. Dann sei bei ihm rasch die Erkenntnis gereift, dass es sich lohne, diese Fahrt anzutreten: „Weil hinter diesem Projekt Menschen stehen“, ließ er wissen. Unglaublich engagierte Menschen sogar, von denen alle Bürger und Bürgerinnen etwas haben, profitieren. „Das wird einfach zu wenig gesehen, zu wenig beachtet“, hat er ausgemacht, denn unsere Feuerwehren würden einen großen Beitrag zum Wohle der Allgemeinheit leisten. Zum Dank sprachen er und die Gäste das Vaterunser.

Hardy Hawinkels war damit aber noch nicht fertig. Ein Blick in seinem Segensbuch habe ihn dann bedenklich gemacht, denn das „Segensgebet“, das er entdeckte, empfand er als „zu spießig“, so dass er sich nicht traue, dieses anzuwenden. Seine Idee war musikalischer Art, er griff zur Gitarre und stimmte das Lied „Gottes guter Segen sei mit Euch“ an. Danach schritt er in Richtung „Held des Tages“, um dem neuen Fahrzeug Gottes Segen angedeihen zu lassen.

Natürlich wurde unter den Gästen auf das „Neue“ angestoßen, das war bei vielen Gesprächen am Rande in aller Munde. Für das leibliche Wohl war gesorgt, und musikalisch unterhielt die Musikvereinigung Montjoie unter Leitung von Hilmar Weber. Große Beachtung fanden die Demonstration der Geräte und auch die vielseitige Fahrzeugausstellung.

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