Mütterkaffee wird seinem karnevalistischen Ruf gerecht

Mütterkaffee wird seinem Ruf gerecht : Karnevalistisches Programm voller Überraschungen

Frauen und Mütter füllten am Donnerstag die geschmückte Markthalle; die bunt kostümierte, froh gelaunte Schar war von Anfang an in bester Feierlaune. Der „Mütterkaffee“ wurde seinem Ruf gerecht, außer gutem Kaffee und Gebäck auch ein abwechslungsreiches Programm voller Überraschungen zu bieten.

Was in intensiver und ideenreicher Vorarbeit geleistet wurde, um aus der leeren Halle einen Karnevalssitzungssaal zu machen, das konnten sich die Gäste kaum vorstellen. Tische, Stühle, Dekoration und Kaffeemaschinen mussten herbei geschleppt werden. Dann konnte es losgehen mit dem fröhlichen Treiben.

Nur ganz wenige Männer waren zugelassen in dieser Hochburg der Frauen: DJ Guido, der Stimmungslieder auflegte, so dass schon vor Beginn gesungen, geschunkelt und getanzt wurde, und Georg Kaulen der frauenfreundlich und mit originellen Anmerkungen durchs Programm führte. Dazu kamen die Herren im Service: Fünf „Köbesse“ reichten Getränke, das waren Achim Pröpper, Hans Benno Kaulard, Ingo Mertens, Jochen Kaulard und Josef Schünemann.

In Anspielung auf die vielen Baustellen in der Altstadt traten die Spielerinnen des Mo-Mü-Theaters als Trupp vom Bau auf, mit Werkzeug und in Arbeitsklamotten griffen sie an. „Jetzt wird wieder in die Hände gespuckt.“ Mit munteren Auftritten machte der TuRa Monschau auf sich aufmerksam, sowohl die Kindertanzgruppe als auch die Show-Tanzgruppe bekamen herzlichen Applaus für ihre gelungenen Darbietungen.

Dann legten die gewitzten Schauspielerinnen los mit einem guten Ratschlag für Kegelbrüder, die spät nach Hause kommen, und Tipps für ein Verkaufsgespräch. Einen herrlichen Vergleich zwischen Mensch und Tier präsentierte Ruth Breuer als evangelische Pastorin, mit feierlichen Worten belegte sie zum Vergnügen des Publikums die spannende Entwicklung. Einen merkwürdigen Chor galt es zu bewundern: Die Schönen und die Schäbigen. Die Schönen traten im Frack auf und sangen sehr ernsthaft die englische Nationalhymne und das Steigerlied; und die Schäbigen hatten ihren eigenen Text, was zur schrulligen Kleidung gut passte. Eine Rakete war fällig, und Georg Kaulen meinte, man müsse sich schleunigst um Restkarten für den Auftritt des Chors beim Mon-Festival bemühen.

Die Polinnen „Pospichil und Hawlitschek“ erfüllten mit ihrem aus der Mode gekommenen Aufzug und ihrem Akzent alle Klischees, es gab viel zu lachen über ihren witzigen Erfahrungsaustausch. Aufmerksam hörte das Publikum auch der „Hoddelmeyer“ zu; die hatte dank ihrer herausragenden Beobachtungsgabe in Monschau wieder witzige und peinliche und bemerkenswerte Ereignisse aufgeschnappt und gab diese zum Besten. Über die Immobilien- und Standortgemeinschaft (ISG) wusste sie Bescheid; die Namensänderung eines Restaurants am Markt soll positive Effekte bringen, und dem „Ritterchen“ – der Bürgermeisterin – rieb sie so einige Anekdoten unter die Nase.

Ein Highlight war zweifellos der Schlusspunkt des Programms: Beim Tanz Hulapalu, so richtig bayrisch in Lederhosen und Dirndln, hielt es keinen auf dem Platz. Und sollte sich nach diesem karnevalistischen Schmankerl die eine oder andere Frau angesprochen fühlen zum Mitmachen – Neue sind in der katholischen Frauen- und Müttergemeinschaft herzlich willkommen.

(ale)
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