„Monschauer Kreis“ besteht seit 25 Jahren

Gruppe von Polizeigewerkschaftern : „Monschauer Kreis“ besteht seit 25 Jahren

Was der „Monschauer Kreis“ ist und wie pensionierte Polizeigewerkschafter für Monschau werben, das konnte man am Mittwoch erleben: Bürgermeisterin Margareta Ritter hatte ins Haus Troistorff zu einem nicht alltäglichen Empfang eingeladen.

Aus vier ehemaligen Mitgliedern des Geschäftsführenden Landesvorstandes des Landesbezirks Nordrhein Westfalen der Gewerkschaft der Polizei (GdP) besteht der „Monschauer Kreis“. Er wurde spontan gegründet, nachdem sich diese Personen 1993 in Aachen bei einer Veranstaltung des Deutschen Gewerkschaftsbundes getroffen hatten: Sie machten einen Ausflug nach Monschau, da sahen sie das Städtchen mit schneebedeckten Dächern und fragten sich: „Warum sind wir nicht nach Monschau gegangen?“ Und das nächste Treffen fand in Monschau statt.

Die vier zum „Kleinstverbund“ gehörenden GdP-Mitglieder sind Klaus Dyba, Dieter Gier, Heinz Rump und der Präsident Helmut Hinsenhofen. Während ihrer Dienstzeit und ihrer Tätigkeit in der GdP – ihre Laufbahn führte sie bis in den Bundesvorstand – haben sie mannigfache Verdienste erworben; Präsident Helmut Hinsenhofen wurde sogar mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.

In der Zeitschrift „Deutsche Polizei“ (Zeitschrift der Gewerkschaft der Polizei) wird unter der Rubrik „Augenzwinkern“ das Jubiläum des Monschauer Kreises hervorgehoben: Seit nunmehr 25 Jahren treffen sich die vier oben genannten Akteure gemeinsam mit ihren Ehefrauen zu einem achttägigen Urlaub – in Deutschland, in Europa, an Küsten, in der Heide, am Meer und in den Bergen. Überall treten sie in ihren Fleecejacken mit dem Aufnäher „Monschauer Kreis“ auf, und wenn sie gefragt werden „Wo ist denn Monschau?“ weisen sie stets auf die Perle der Eifel hin.

Für Monschaus Bürgermeisterin Margareta Ritter war es Ehrensache, dass sie den „Monschauer Kreis“ zum Empfang ins Haus Troistorff einlud, um auf das 25-jährige Bestehen anzustoßen. Sie hatte ihren Vorgänger im Amt, Theo Steinröx, dazu gebeten, und es entstand ein äußerst lebhafter Gedanken- und Geschichtenaustausch. „Ich bin seit 46 Jahren Mitglied der GdP, und zwar aus Dankbarkeit dafür, dass sie sich seinerzeit dafür eingesetzt hat, dass Auszubildende am Ausbildungsort bleiben können“, erläuterte Theo Steinröx. Er dankte dem Quartett, dass es Monschau ausgesucht hatte.

Helmut Hinsenhofen aus Nottuln (Kreis Coesfeld) stellte seine Mitstreiter im „Monschauer Kreis“ vor. Ihnen gemeinsam sind ein sehr starkes Engagement in der Gewerkschaft und die Liebe zu Monschau. Zu den schönen, natürlich mit Augenzwinkern vorgetragenen Geschichten gehörte die von Dieter Gier, der hier Ende der 1950er Jahre im Polizeidienst war: Sein Dienstfahrzeug war ein schweres Motorrad, eine 600er BMW. Zu seinen Aufgaben gehörte es, Fahrzeuge mit Langholz, die von Höfen kamen, durch die enge Stadt zu dirigieren, denn die Umgehung gab es noch nicht. „Monschau liegt mir immer am Herzen“, sagte er, „hier war meine schönste Zeit bei der Polizei“.

Die vier Herren, die sich sehr über die Einladung ins Haus Troistorff und den Empfang freuten, ihre Ehefrauen und die Gastgeber verbrachten eine angenehme Zeit mit angeregten Gesprächen im Tapetenzimmer. Am lautesten war der Knall eines Sektkorkens, der fast an die Decke flog.

(ale)
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