LEA beim Monschau-Festival : Erstaunlich offen und herzlich in unserer Zeit

Eine junge deutsche „Songwriterin“, eine „Newcomerin“. Mit drei Großbuchstaben schreibt sie ihren Namen. LEA. Das sieht beinahe etwas großspurig aus. Dabei ist ihre Musik, sind vor allem ihre Texte (durchweg auf deutsch!) eher leise.

„Leiser“ heißt auch eins ihrer neuesten Lieder, wo sie sich selber fragt, ob „ich glücklich bin, seit ich leiser bin.“ Dieses leicht melancholische Selbstgespräch ist typisch für die musikalisch-literarische Charakteristik dieser jungen, eben 27-jährigen Künstlerin, die am Donnerstag, 22. August, 20 Uhr, auf der Burg in Monschau auftreten wird.

Erst vor wenig mehr als zwei Jahren trat sie mit ihrer ersten CD in die Öffentlichkeit. Aber schon in noch viel jüngeren Jahren machte sie erste Versuche mit ihren eigenen Liedern, als 15-Jährige landete sie bereits einen Youtube-Hit: „Wo ist die Liebe hin“. Der Titel ist noch heute auf Youtube zu sehen, man sieht Lea-Marie Becker, wie sie mit vollem Namen heißt, dort zuhause an ihrem Klavier, mit dem sie sich selbst begleitet. Authentisch, persönlich übereinstimmend mit ihren Stücken wie damals ist sie noch heute.

Auf einem ihrer neuen Lieder spricht sie davon, „ehrlich mit sich selber“ zu sein, „weniger zu vergleichen“ und „mit ganzem Herzen“ zu sprechen, „nicht nur mit dem Mund“. Eine durchaus erstaunliche Offenheit und Herzlichkeit in der heutigen Zeit – das spricht aus diesen Worten und mehr noch aus der musikalischen Umsetzung.

Sie selber sagt, es komme ihr darauf an, „emotionale und auch traurige Lieder in ein positives Song-Gewand“ zu kleiden, wobei „auch tiefgründige Texte“ in eingängiger Gestalt dem Hörer nahekommen sollen. Man darf gespannt sein, ob diese Absicht der jungen Künstlerin auch auf der Monschauer Burg am Donnerstag aufgehen wird.

(js)
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