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Krippenbauer und Krippenspiel in St. Peter und Pankratius

Pfarrkirche St. Peter und Pankratius : Eine Landschaftskrippe für einen guten Zweck

Die Krippenbauer haben auch in diesem Jahr wieder in der Kirche in Konzen eine Landschaftskrippe vorbereitet. Besucher können sich auf acht Krippenbilder freuen. Spenden gehen an ein Hilfsprojekt für Menschen mit Albinismus in Tansania.

In der Pfarrkirche St. Peter und Pankratius war es in den vergangenen Tagen etwas lauter als sonst. Bohrgeräusche, Hammerschläge und weihnachtliche Musik sorgten für eine etwas andere Atmosphäre. Der Grund war ein ganz einfacher: Die Landschaftskrippe 2019/2020 wird vorbereitet.

„Hier arbeitet keiner aus religiösen Gründen“, sagt Reinhold Krings, der mit einer rund zehnköpfigen Gruppe engagierter Menschen hilft, dass die Besucher des Gotteshauses am Kirchenweg ab dem 1. Dezember bis zum 2. Februar insgesamt acht Krippenbilder sehen können. „Es macht einfach Spaß. Wir sehen das hier als kulturellen Beitrag“, ergänzt Ernst Palm, der wie die meisten der Krippenbauer bereits seit mehreren Jahren die Landschaftskrippe in St. Peter und Pankratius vorbereitet.

Ein kultureller Beitrag, der zugleich noch einem guten Zweck dient: Vor dem Bühnenbild können Besucher Geld in einen Münzautomaten werfen, damit in der erleuchteten Kapelle links neben der Krippe weihnachtliche Klänge ertönen. Die eingenommenen Spenden erhält Missionar Bruder Theo Call, der sich in Tansania unter anderem für Menschen mit Albinismus einsetzt, die in dem afrikanischen Land aus Aberglauben verstümmelt oder ermordet werden. Call baut dort Unterkünfte mit hohen Mauern, um diese Menschen vor gewalttätigen Übergriffen zu schützen.

Für die Krippenbauer ist der Aufbau auch deshalb eine Herzensangelegenheit – und Routine. „Manch einer macht das hier seit mehr als zehn Jahren“, sagt Krings. Trotzdem gibt es immer wieder neue Herausforderungen für die Gruppe. Im Jahr 2015 musste beispielsweise ein neuer Platz für die Landschaftskrippe gefunden werden. Bis vor vier Jahren stand sie noch direkt hinter dem Altar. Durch den Umbau stand hier aber weniger Platz zur Verfügung.

In einem Nebenraum

Deshalb bauen die Ehrenamtler die Bilder seitdem immer in einem Nebenraum auf. Zurzeit verhindern noch Wände den Blick vom Altarraum auf die Landschaftskrippe. Spätestens am 1. Dezember können Besucher aber auch von dort aus auf die kleine Kapelle, die Krippe, den Sternenhimmel und die Figuren der Weihnachtsgeschichte blicken.

Für die Krippenbauer hört die Arbeit am 1. Dezember aber noch lange nicht auf. Schließlich muss die Bühne für die insgesamt acht Bilder jedes Mal angepasst werden. Das erste Bild „Der Engel brachte Maria die frohe Botschaft und sie empfing vom heiligen Geiste“ ist beispielsweise nur bis zum 5. Dezember zu sehen. Dann heißt es für Krings und seine Mitstreiter weitere sieben Mal bis zum 2. Februar: Figuren umstellen und Lichtverhältnisse anpassen, um ein neues Bühnenbild zu kreieren.

„Die Planungen und der Auf- und Umbau sind einfach Termine im Kalender, die wir richtig gerne machen“, sagt Palm, der wie alle in der Gruppe wieder auf positive Resonanz und viele Spenden für das Projekt von Missionar Bruder Theo Call hofft. Er hätte sicherlich nichts dagegen, wenn auch in den kommenden Wochen weiterhin weihnachtliche Musik in der Pfarrkirche St. Peter und Pankratius ertönt.

(lv)