Konzener Senioren feiern Karneval

Senioren feiern Karneval : Sketche, Tänze und viel Musik in Konzen

Ein karnevalistisches Highlight jagte das Nächste, als die Konzener Senioren am Mittwochnachmittag im Saal der Gaststätte „Achim und Elke“ ihren Karneval feierten.

Conférencier und Ortskartellvorsitzender Peter Jung hatte seinen Zuhörern nicht zu viel versprochen, als er sich auf einen kurzweiligen lustigen Nachmittag freute, der dank zahlreicher schauspielerischer Darbietungen der Extraklasse, ausgelassener Stimmung und flotter Musik bis in die Abendstunden dauerte.

Dirigent Bertram Model umrahmte den Nachmittag mit einer starken Abordnung seines Musikvereins „Eintracht“ Konzen. Thomas Kreutz sorgte als Techniker mit seinem Sohn Timo für den richtigen Klang.

Gestärkt durch Kaffee und Kuchen empfing man zu Beginn des knapp dreieinhalbstündigen Programms das Konzener Kinderprinzenpaar Leonard (Fammels) I. und Prinzessin Lea (Jaeckel) I. Unter Begleitung ihrer entzückenden Prinzengarde sowie den Pagen Hanna und Henri zogen die Narrenherrscher von lautem Jubel begleitet in den Saal ein. „Leonard liebt das kühle Nass und ist im Wasserball ein wahres Ass“, stellte Lea ihren Jecken im Saal ihren Prinzen vor. Leonard verriet, dass seine Prinzessin Lea Pferde und das Reiten liebt.

Julie Call, Malu Förster, Lina Jung, Lotta Jünger, Mia Poschen, Amelie Retz, Marie Thomas, Laura-Marie Vogel und Joline van Zantvoort zeigten als Prinzengarde unter der Leitung von Monika und Renate Huppertz ihren Ehrentanz. „Ihr seid wirklich richtige Goldstücke“, war Jung begeistert von den jüngsten Akteuren des Nachmittages. Und auch der Tanz des Prinzenpaares sorgte für mächtig Schwung auf der Bühne.

Eine starke Abordnung der Roetgener Karnevalsgesellschaft stattete den Konzenern ebenfalls einen Besuch ab. Das Kinderdreigestirn Prinz Julian (Hütten) I., Bauer Philipp (Schlensog) und Jungfrau Anika (Moosmayer) hatten ihren gesamten Hofstaat und ihren großen Prinzen Laurin I., den jüngsten Prinzen der Vereinsgeschichte, mitgebracht.

Auch die Kinder- und Kinderprinzengarde durften ebenso wenig fehlen wie das neue Kindertanzmariechen Lina Pustolla, die ihre erste Session als Kindertanzmariechen feiert. Lina riss die Konzener mit ihrem Temperament von den Stühlen. Neben dem Tanz der Kindergarde zeigten die Mädels der Jugendgarde in ihrem 90er-Hitmix-Showtanz ihr Können. Ein wahres Feuerwerk entzündete Prinz Laurin, der sich als große Stimmungskanone entpuppte.

Das Konzener Kinderdreigestirn und die Roetgener Tollitäten feierten gemeinsam ein großes Fest auf der Bühne, als sie Prinz Laurins Karnevalshit sangen. Nach dem Ordenstausch der Tollitäten verabschiedeten sich die Roetgener Karnevalisten und machten Platz für Erika Krings und Monika Stüttchen, die ihren Sketch „Beim Frisör“ im Gepäck hatten. Zwar gab es eine Meinungsverschiedenheit zwischen den beiden Damen über Urlaub in Rom und man hatte zwischenzeitlich das Gefühl, die Friseurin würde hier fürs Erzählen bezahlt, die zufriedene Kundin kehrte jedoch stets nach sechs Wochen zur Friseurin ihres Vertrauens zurück.

Guido Jansen sorgte als „Luis aus Südtirol“ und seinen Geschichten aus dem Ultental für einige Lacher im Saal. Besonders die Geschichte über seine Liebelei mit „Angelika Jolie aus Los Angeles“ war für seine Zuhörer äußerst amüsant. Den Nerv ihrer Zuschauer trafen Elke Krings und Heinz-Hermann Palm. In ihrem Sketch „Rentnerdasein“ erzählten sie in Eifeler Platt von einem Mann, der seit drei Tagen seine Rente genießt und einfach mal „Nüüüüss“ tun möchte. Seine Frau sieht das jedoch ganz anders und schmiedet schon Pläne, ihn bei sämtlichen Vereinen einzuplanen.

Daniel Offermann und Oliver Krings bereicherten das Programm gleich mit zwei Sketchen. Als etwas in die Jahre gekommenes „Traumpaar“ ließen sich die beiden auch von ihrer Demenz nicht aus der Ruhe bringen und sorgten als streitendes Ehepaar für laute Lacher im Publikum. Das Brüderpaar Dominik und Sascha Huppertz betrat als „Dorfchronisten“ die Bühne. Extra aus Tansania eingeflogen hatten sie den Bischof mitgebracht, der beim letzten Konzener Flutlichtrodeln auf der Hohe zu tief in die Glühweintasse geschaut hatte. Auch sonst wussten die beiden Huppertz-Brüder wieder bestens über „die Dinge, die das Dort bewegten“ Bescheid: So gibt es auf einem Kilometer mittlerweile die dritte Tankstelle und beim Kindergartenneubau wurden Telefon- und Internetleitung einfach vergessen.

Als „Meister der Büttenrede“ ist in Konzen Raimund Krings bekannt. Auch in diesem Jahr wusste er wieder zu begeistern, dieses Mal als „Veehhängdler“, der auf seiner Durchreise durch Konzen auf der Suche nach einer geöffneten Kneipe schier verzweifelte. Bei dieser Plauderei aus dem Nähkästchen bekamen die Bewohner Kalterherbergs ihr Fett weg und auch eine Bäckereifachverkäuferin musste sich gemeinsam mit ihrer Kollegin aus der Metzgerei den ein oder anderen scherzhaften Seitenhieb gefallen lassen

. Die Sänger des Kirchenchores „St. Peter und Pankratius“ Konzen bildeten mit ihrem Dirigenten, Helmut David, den Schlusspunkt des karnevalistischen Seniorennachmittages, ehe Peter Jung alle in „das große Finale der jecken Zeit“ entließ.

(nap)
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