Historische Gärten des Klosters Reichenstein werden wiederbelebt

Kloster Reichenstein : Historische Gärten werden wiederbelebt

Die historischen Gärten des Klosters Reichenstein sollen wiederbelebt werden. Außerdem sind der Bau eines Gästehauses und die Anlage eines Friedhofes geplant. Diese Pläne waren jetzt erneut Thema im Bau- und Planungsausschuss der Stadt Monschau.

Als die Arbeiten zur Reaktivierung der mittelalterlichen Klosteranlage im Jahr 2008 begannen, wurden umfangreiche Untersuchungen zur ursprünglichen Ausdehnung der Anlage vorgenommen. Dabei stellte sich heraus, dass das ehemalige Kloster noch in seiner Gesamtheit erhalten ist. Dazu gehören auch umfangreiche Terrassengärten, die nach der Rodung des dort zwischenzeitlich angepflanzten, etwa 30 Jahre alten Fichtenbestandes sichtbar wurden.

Vier bis fünf Meter hohe Bruchsteinmauern bilden vier Terrassenebenen und sind weitestgehend erhalten. Diese Gärten dienten dem Kloster zum Anbau von Obst und Gemüse und versorgten die im Kloster lebenden Menschen mit Lebensmitteln. „Künftig sollen diese Gärten wieder in gleicher Weise genutzt und gepflegt werden und so das Ensemble in seiner historischen Gestalt als auch in seiner Nutzung wiederbelebt werden“, war in der Sitzungsvorlage der Verwaltung zu lesen.

Darüber hinaus habe sich gezeigt, dass die zunächst festgesetzten Baugrenzen nicht mit dem bis heute mit der Denkmalpflege abgestimmten Gesamtkonzept konform gehen. Insbesondere die Anforderungen an einen abgetrennten Zugang der Kirche für die Öffentlichkeit vom klösterlichen Innenhof verlangten eine Änderung der bisherigen Baugrenzen.

Außerdem ist ein Gästehaus geplant, in dem die Angehörigen der Mönche bei Besuchen Unterkunft finden. Des Weiteren soll ein Friedhof ausgewiesen werden, wo ausschließlich die im Kloster verstorbenen Mönche in Grabkammern ihre letzte Ruhestätte finden sollen.

Die Kosten für die städtebaulichen Leistungen wird der Verein Sankt Benedikt als Träger des Vorhabens übernehmen.

Im Bau- und Planungsausschuss stießen diese Pläne abermals auf Ablehnung der SPD. „Der Bau eines Gästehauses ist historisch nicht zu begründen“, sagte Gregor Mathar (SPD). Auch ein Friedhof sei aus Sicht der SPD nicht unbedingt erforderlich, schließlich würden die Pfarrer auch auf den Friedhöfen der umliegenden Orte bestattet, erklärte Mathar.

Bei vier Nein-Stimmen der SPD sprach sich der Ausschuss aber mehrheitlich für die Umsetzung der Pläne aus.

(ag)
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