Felsenkeller- Braumuseum am Wochenende zum letzten Mal geöffnet

Monschauer Zwickelbier : Brauerei-Museum verkauft Ausstellungsstücke und Inventar

Nach fünf Jahren gibt die Familie Fischer den Betrieb des Felsenkeller Restaurants samt Brauereimuseum auf. An diesem Wochenende kann man dort ein letztes Mal Einblicke in die Kunst der Brauerei bekommen und ein Monschauer Zwickelbier genießen.

Denn ab Montag stehen die derzeitigen Ausstellungsstücke und das Inventar der Gastronomie zum Verkauf. Nachdem der Vorbesitzer das Museum und die Gastronomie heruntergewirtschaftet hätte, habe man sich damals entschieden, das Museum und die Gastronomie weiterzuführen, erzählte Reinhard Fischer, der zum damaligen Zeitpunkt als Koch in dem Betrieb gearbeitet hatte.

„Das Museum gehört zu Monschau. Wir haben dann gesagt, wir übernehmen das, damit es nicht geschlossen wird“, ergänzt seine Frau, Monika Fischer. Doch nun wolle man aus Altersgründen kürzertreten.

Das Inventar hatte das Ehepaar, das den Betrieb gemeinsam mit seiner Tochter stemmte, damals vom Insolvenzverwalter gekauft. Bis Ende März muss nun jedoch alles leergeräumt sein, denn der Käufer wolle das Museum nicht weiterführen.

Im Jahr 1847 hatte der Bierbrauer Wilhelm Braun die Brauerei gekauft. 1986 braute dessen Urenkel Willem in vierter Generation Zwickelbier nach Art seiner Vorfahren. 1994 wurde der Braubetrieb eingestellt, wenige Jahre später das Museum mit Sudhaus, Gär- und Lagerkeller sowie dem historischen Felsenkeller eröffnet. Die Werkzeuge, mit denen das Bier damals gebraut wurde, müssen nun aus den Räumen heraus. Läuterbottiche aus den Jahren 1925 und 1959, ein Kubiziergerät und eine Abfüllanlage werden unter anderem verkauft. Ebenso wie Teller, Schüsseln, Tische, Stühle, kleine und große Fässer, die Theke und vieles mehr. Einige der Gegenstände eignen sich auch als Dekorationsartikel.

„Wir haben auch noch 600 Liter Bockbier in 20 Fässern, das noch bis Herbst haltbar ist“, sagt Monika Fischer. Dieses wird ebenso verkauft wie mehr als 4000 besondere Flaschen Bier - ein Sammelsurium aus der ganzen Welt. Alles, was bis Ende März nicht verkauft wird, wird in Kartons verpackt. „Es widerstrebt uns, das auf den Müll zu tun“, sagt Monika Fischer. Zur Not müsse man eine Halle anmieten, alles dort unterstellen und mit dem Verkauf auf Flohmärkten weitermachen.

Das Felsenkeller-Restaurant samt Braumuseum schließt am 24. Februar. Foto: Nadine Eikermann

Ein letztes Mal regulär geöffnet haben das Museum und die Gastronomie am Samstag und Sonntag, 23. und 24. Februar, von 11 bis 20 Uhr. Das Museum ist für Besucher von 11 bis 18 Uhr geöffnet, die Küche von 12 bis 19.15 Uhr. Am Sonntag um 20 Uhr macht die Familie Fischer dann endgültig die Schotten dicht.

An den Märzwochenenden kann dann von freitags bis sonntags zwischen 10 und 14 Uhr gestöbert und gekauft werden sowie auf Anfrage unter der Woche, Tel. 02472/3018.

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