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Kommentar zum Beigeordneten-Debakel : Das Hinterzimmer hat ausgedient

Kommentar zum Beigeordneten-Debakel : Das Hinterzimmer hat ausgedient

Ja, sie haben verstanden. Den Satz kann man den Monschauer Christdemokraten angesichts des breiten Widerstands gegen ihren Vorstoß abnehmen.

Ob er auch die Kritiker überzeugt, ist eine andere Frage. Denn in der Sache bleibt die CDU bei ihrer Entscheidung: Ein Beigeordneter oder eine Beigeordnete soll eingestellt werden. Ein bisschen später zwar als ursprünglich geplant – aber an der grundsätzlichen Entscheidung will die Fraktion nicht rütteln.

Losgelöst von der persönlichen Ebene hat sie dafür durchaus nachvollziehbare Argumente. Die Frage ist etwa, ob sich städtische Gesellschaften wie die Monschau-Touristik ohne Beigeordneten tatsächlich langfristig führen lassen – und ob das den Steuerzahler am Ende nicht teurer kommt als die Einstellung eines hochqualifizierten Fachmanns oder einer Fachfrau.

Wie auch immer: Von einigen verbalen Entgleisungen abgesehen, kann man der Debatte auch Positives abgewinnen. Die Bürger sind Entscheidungen in Hinterzimmern satt. Sie werden den Politikern dahingehend auf die Finger schauen. Und das ist gut so. Offenheit und Transparenz dürfen keine hohlen Schlagwörter bleiben.