Bürgeroffene Vorstandssitzung des CDU-Ortsverbandes Konzen

Neue Baugebiete im Fokus : In Konzen soll neues Bauland für junge Familien entstehen

Das Thema „Bauen und Heimat“ stand jetzt im Mittelpunkt einer bürgeroffenen Vorstandssitzung des CDU-Ortsverbandes Konzen. Ein Schwerpunkt war die bauliche Weiterentwicklung des Ortes, schließlich sollen „Am Feuerbach“ und „Im Krähwinkel“ neue Baugebiete entstehen. Darüber sollte konstruktiv diskutiert werden.

Dazu war auch Monschaus Bürgermeisterin, Margareta Ritter, nach Konzen gekommen.

Für den CDU-Vorsitzenden Micha Kreitz und Ortsvorsteher Matthias Steffens sowie Beisitzer Benno Palm war es eine erste „Bestandsaufnahme“, um zu erfahren, wo man derzeit stehe und was man angehen müsse. Ziel müsse es sein, eine behutsame Weiterführung des Ortes zu verfolgen, dazu zähle eine dorftypische Ergänzung mit Lückenschlüssen. Konzen sei gerade auch bei jungen, bauwilligen Bürgern, die sich im Ort ansiedeln möchten und eine neue Heimat suchen, gefragt. Es gehe konkret darum, für junge Familien Bauland zu erschließen. „Für mich ein zentrales Thema der Dorfentwicklung“, sagte Steffens. Es sei nicht von der Hand zu weisen, dass immer mehr Bauwillige darauf warten, sich in Konzen ansiedeln zu können. Steffens hob gezielt die Vorteile heraus, die der Ort zu bieten habe, so etwa die Nähe zur Autobahn und der Stadt Aachen, aber auch eine große Vereinsvielfalt, die das Ortsleben präge und mittrage.

Durch einen Besuch der Ministerin des Landes NRW für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung, Ina Scharrenbach, sei neuer Schwung in die Entwicklung des Baugebietes „Am Feuerbach“ gekommen. Dieses Gebiet sei schon in den 1960er Jahren ein Thema gewesen. „Jetzt ist Bewegung in die Sache gekommen, eine Änderung des Flächennutzungsplans wurde beantragt und wird nun die erforderlichen Instanzen durchlaufen“, erklärte Matthias Steffens. Man befinde sich jetzt auf einem guten Weg. Bürgermeisterin Margareta Ritter bewertete die Chancen als gut, denn man habe die Zusage bekommen, ein Planungsgebiet entwickeln zu können. Das seien positive Signale. Jetzt gelte es für die Verwaltung, die Hausaufgaben zu machen. Bis 2020 werde man einen Bebauungsplan hinbekommen.

Aktuell werde auch eine private Initiative für eine Erweiterung des „Krähwinkels“ unterstützt. Zwischen dem bestehenden Wohngebiet und der Trierer Straße werde eine Bebauung angestrebt, die sich in das bestehende Ortsbild einfüge. Die Bürgermeisterin nannte es eine „sinnvolle Planung“, die man hierfür entwickeln dürfe. Vorgesehen seien anderthalbgeschossige Wohnhäuser. Konkretes dazu könne sie erst im kommenden Jahr sagen.

Für Theo Steinröx, Monschaus ehemaligen Bürgermeister, ist das eine erfreuliche Entwicklung. Man habe vor Jahren alles nicht weiter verfolgt, obwohl da bereits schon eine hohe Nachfrage vorhanden gewesen sei. Daher riet Steinröx, jetzt gut über die Planung nachzudenken, denn es gäbe schöne Möglichkeiten, das Gebiet in Konzen einzubinden. „Ich hoffe auch hier auf eine positive Entwicklung“, sagte er. Denn Konzen lebe von jungen Familien, Konzen nehme alle gerne auf, daher sei es gut, dass die CDU sich dieser wichtigen Themen angenommen habe und nun darüber diskutiere.

Der neue Kindergarten und die Grundschule waren ebenfalls ein Thema. Die neue fünfgruppig gebaute Einrichtung werde jetzt schon von sechs Gruppen genutzt. Daher gebe es weiteren Bedarf, erklärte Micha Kreitz. Zudem gelte es, bei Unstimmigkeiten nach gemeinsamen Lösungen zu suchen.

Auch Ortsvorsteher Steffens appellierte, Probleme gemeinsam zu lösen. Konkret gehe es auch um die derzeitige Parkplatzsituation. Nur so könne im Bereich Friedhof, Kirche und Kindergarten „Erträgliches für alle erreicht werden“. Wichtig sei es, den Verkehr aus der Straße „Am Feuerbach“ herauszuhalten. Wenn jeder seinen Beitrag dazu leisten würde, bekäme man das „gut in den Griff“, sagte Steffens und bat: „Unterbreiten sie uns Möglichkeiten!“

Auch in Sachen B 258 sowie ÖPNV müsse es Verbesserungen geben, sagte CDU-Vorsitzender Micha Kreitz. Es könne nicht sein, dass Konzen diesbezüglich eine stiefmütterliche Behandlung erfahre. Der Schnellbus, Linie SB 66, jetzt im 30-Minutentakt, sei eine gute Sache. Für den Bau von Wartehallen habe man ein Investitionsprogramm von 50.000 Euro aufgelegt. In einem ersten Schritt werden in Konzen derzeit nun gleich zwei Holzwartehallen „gezimmert“.

Bürgermeisterin Ritter gab bekannt, dass auch die Ortsdurchfahrt eine Erneuerung, eine Änderung erfahren werde. Hierfür sei vom Landesbetrieb ein Vorschlag unterbreitet worden. Die Pläne müssten aber noch einige Gremien durchlaufen, Ritter sieht erst 2021 die Inangriffnahme dieser Maßnahme.

Kreitz zollte Ortsvorsteher Steffens ein Lob für seinen unermüdlichen und permanenten Einsatz zum Wohle Konzens. Steffens weiß, dass man am Thema Ortsdurchfahrt bereits seit 20 Jahren „dran ist“. Jetzt gelte es, mit Straßen-NRW eine akzeptable und zufriedenstellende Lösung zu finden. Dabei dürfe es nicht auf ein Jahr ankommen. Immerhin gehe es um eine komplett neue Ortsdurchfahrt.

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