Ausstellung des Geschichtsvereins: Monschauer Land auf Bildpostkarten

130 Jahre Ansichtskarten : Das Monschauer Land auf alten Bildpostkarten

Das Monschauer Land auf alten Bildpostkarten ist in einer Ausstellung des Geschichtsvereins des Monschauer Landes und des Stadtarchivs Monschau im Haus der Stadtgeschichte Monschau, Holzmarkt 5, vom 31. August bis zum 13. Oktober, samstags, sonntags und feiertags, von 14 bis 18 Uhr und nach Vereinbarung zu sehen.

Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen 300 Ansichtskarten mit Darstellungen des Monschauer Landes, das heißt der circa 35 Ortschaften des ehemaligen Landkreises Monschau aus der Zeit von circa 1889 bis in die 1950er Jahre. Angesichts der Fülle der in diesem Zeitraum erschienenen Karten ist dies nur exemplarisch möglich mit einer radikalen Beschränkung bei ihrer Auswahl. In der Ausstellung sind sie einzelnen Orten sowie verschiedenen Themen zugeordnet.

Zwei Texttafeln sowie eine Vitrine informieren über die allgemeine Geschichte der Ansichtskarte bezeihungsweise die Entwicklung des Ansichtskartenwesens im Monschauer Land. Von 27 Orten und (ehemaligen) Ortsteilen der heutigen drei Gemeinden Monschau, Roetgen und Simmerath sowie Schmidt, Vosenack und Zweifall, die ebenfalls zum ehemaligen Landkreis Monschau gehörten, werden nach Möglichkeit je vier Ansichtskarten als fotomechanische Reproduktionen im A-4 Format gezeigt. Zusätzlich sind 20 Originale früher Lithographien einzelner Orte in der Eingangsvitrine zu sehen.

Weiterhin werden Originalkarten aus den Orten unter folgenden Themen gezeigt: Gaststätten, Bahnhöfe, Kirchen, Krankenhäuser, Mühlen, Fabriken und Molkereien, Geschichts- und Ereigniskarten, Verkehr, Künstlerkarten, Kuriosa. Auch mittlerweile verschwundene Ortschaften des Monschauer Landes sind berücksichtigt, soweit von ihnen Ansichtskarten vorliegen. Um die Bilderflut aufzulockern, ergänzen Gegenstände und Anzeigen, die inhaltlichen Themen und einzelnen Karten zugeordnet sind, die Präsentation der Ansichtskarten in den Ausstellungsvitrinen. Zudem läuft im ersten Raum eine Powerpointpräsentation mit 80 Karten aus dem Material der Ausstellung sowie dort nicht gezeigte Exemplare.

Die Ansichtskarten der Ausstellung stammen weitgehend aus der Sammlung des Ehrenmitglieds des Geschichtsvereins Franz Wilhelm Hermanns aus Roetgen. Die Ausstellung will den Besucher auf eine Zeitreise mitnehmen in die heute fremd gewordene Vergangenheit der Ortschaften, deren bauliche Substanz sich keineswegs nur durch die Kriegsereignisse wesentlich verändert hat, so dass man oft genug in den alten Aufnahmen die gegenwärtigen Orte kaum noch wiedererkennen kann. Doch ist ein nostalgischer Blick in die häufig zitierte „gute alte Zeit“ keineswegs beabsichtigt. Die in vielen Karten vermeintlich erkennbare Idylle entsprach dem absatzorientierten Blickwinkel des Fotografen oder Künstlers und spiegelt durchaus nicht den Alltag und die Lebenswirklichkeit der Menschen wider.

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