Monschau: Monschau hat auch 2017 seinen eigenen Kalender

Monschau: Monschau hat auch 2017 seinen eigenen Kalender

Wer historische Ansichtskarten oder Aufnahmen betrachtet, wird darauf so manches Detail entdecken, das ihm bislang verborgen geblieben war.

In die Geschichte Monschaus lässt sich auch mit dem neuen Kalender der Musikvereinigung Montjoie für das Jahr 2017 eintauchen, der jetzt von dem 1. Vorsitzenden, Hilmar Weber, und dem 2. Vorsitzenden, Manfred Brandenburg, offiziell vorgestellt wurde.

Auf der auf dem Titelblatt abgebildeten Karte ist eine Panoramaansicht der Stadt sowie eine Außen- und eine Innenansicht des Hotels zum Stern zu sehen. Die Bilder müssen zu einer Zeit entstanden sein, als es noch keine Brücke zwischen Hotel und Marktplatz gab. Wahrscheinlich sind diese Bilder vor 1905 entstanden, darauf deutet die Beschriftung der Motivseite hin.

Viele historische Karten sind beschriftet, da auf der einen Seite nur Platz für das Anschriftenfeld gelassen wurde. „Dann haben die Leute eben auf das Motiv geschrieben“, erklärt Manfred Brandenburg, aus dessen umfangreicher Sammlung die Postkartenmotive stammen. 1800 bis 2000 Postkarten hat er in Alben archiviert, hinzu kommen noch einige Kartons voller Postkarten.

Im Schnitt seien die abgedruckten Karten um die 100 Jahre alt — mal etwas jünger, mal etwas älter. Dabei sei das genaue Entstehungsdatum oft unklar. „Oft wurden die Karten wegen der Postwertzeichen gesammelt. Die fehlen oft und damit auch der Poststempel“, sagt Brandenburg. Die älteste jemals im Kalender der Musikvereinigung verwendete Karte stammt aus dem Jahr 1896.

Auf den Kalenderblättern für das Jahr 2017 finden sich Ansichten der Eschbachstraße, der Partie an der Stadtbrücke, der Treppe im Roten Haus, der Burg, der Fischerhütte, der Laufenstraße, des Rosentals, der Villa Scheibler, der Rurpartie am Roten Haus und die Eisweiher der Felsenkeller-Brauerei.

Die letzte Seite liefert Informationen zur Stadtgeschichte, die von Gedichten aus der Mundart umrahmt werden. Im Kalender für das Jahr 2017 stehen „Montjoies urige Kultkneipen“ im Mittelpunkt. Themen der vergangenen Jahre waren zum Beispiel die Monschauer Originale und das Notgeld. „Das hält die Geschichte der Altstadt präsent“, sagt Weber.

Der neue Kalender für das Jahr 2017 hat wieder eine Auflage von 300 Stück. Obwohl der Kalender im vergangenen Jahr erstmals recht schnell ausverkauft war, will die Musikvereinigung an dieser Stückzahl festhalten. „Das gibt dem Ganzen auch eine gewisse Wertigkeit“, sagt Weber.

Die Idee für den Kalender stammt von dem Dirigenten der Musikvereinigung, Jeff Krings. Daraufhin stellte die Musikvereinigung mit historischen Fotos, die die Frau des Fotografen Karl-Heinz Müllejans zur Verfügung gestellt hatte, im Jahr 2008 zum ersten Mal einen Kalender zusammen. „Das war ein Testballon und noch laienhaft, 2009 sind wir dann professionell eingestiegen“, erläutert Brandenburg.

Der Kalender hat das Format 21 mal 21 Zentimeter. „So findet der Kalender überall Platz“, sagt Weber.

Zum Preis von zehn Euro ist er an folgenden Stellen erhältlich: Caffee-Rösterei Wilhelm. Maassen (Stadtstraße 24), Fachdrogerie Peter Servaes (Rurstraße 1), Marien-Apotheke (Trierer Straße 280), Monschau-Touristik (Stadtstraße 16), Weiss-Verlag (Hans-Georg-Weiss-Straße 7), Geschäftsstelle Monschau der Sparkasse Aachen (Laufenstraße 42), Monschauer Frischmarkt (Laufenstraße 15) und bei den Mitgliedern der Musikvereinigung Montjoie.

Der Kalender kann auch über das Kontaktformular auf der Internetseite der Musikvereinigung bestellt werden und wird dann kostenlos zugestellt.

(ag)
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