Reichenstein: Mönche betrübt über die Abehnung des Bischofs

Reichenstein: Mönche betrübt über die Abehnung des Bischofs

Um mit Freunden und Nachbarn ins Gespräch zu kommen, hatten die Mönche von Reichenstein zu einem kleinen Klosterfest eingeladen.

Es versteht sich für die neuen Bewohner von selbst, dass das Levitierte Hochamt um 10 Uhr den Höhepunkt des Tages markierte, der für sie in der Regel schon um 3.30 Uhr beginnt, mit der gemeinsam gesungenen Matutin. Obwohl noch zehn Bänke von Biertischgarnituren in die Kirche gebracht wurden, konnten bei weitem nicht alle in der überfüllten Gebäude einen Platz finden.

Die mehr als zweistündige Zeremonie war musikalisch umrahmt von den gregorianischen Gesängen, die nach Aussage der Mönche in ihrem Ursprung weit in das 1. Jahrtausend zurückreichen.

Mit tatkräftiger Unterstützung der Feuerwehr und des Anglervereins von Kalterherberg konnte den Besuchern nach dem Hochamt Essen vom Holzkohlen-Grill angeboten werden. Das Zelt, das im Kloster-Innenhof aufgestellt war, bot genügend Platz. Anschließend gab es in einem Vortrag im eigens dafür vorbereiteten Informationsraum, und bei Führungen bot sich die Gelegenheit, sich über die vorhandenen Gebäude und die geplanten Baumaßnahmen ein Bild zu machen.

Den ganzen Nachmittag hindurch standen die Mönche für Gespräche und Fragen zur Verfügung.

Pater Bernhard stammt aus Marktoberdorf in Bayern. Er hat fünf Geschwister und wird der zukünftige Prior des Klosters Reichenstein sein. Auf die Frage, warum der zuständige Bischof von Aachen die Klostergründung bekämpfe oder zumindest davor warne, reagiert der gebürtige Allgäuer mit trauriger Mine und beteuert, dass er die Gegnerschaft des Bischofs nicht verstehen könne, wo doch so viele Klöster keinen Nachwuchs mehr hätten.