Monschau: Mobilität in Monschau

Monschau: Mobilität in Monschau

Live-Musik, Luftballons und jede Menge Informationen wiesen am Nachmittag den Menschen den Weg in der Monschauer Altstadt. Viele Touristen waren mit dem Bus angereist, was schon einmal ein guter Einstieg in das Thema war.

Denn im Rahmen der ARD-Themenwoche „Der mobile Mensch” hatte auch der Aachener Verkehrsverbund (AVV) gemeinsam mit Kommunen und Verkehrsunternehmen die Initiative ergriffen, um alle Facetten den Mobilität zu beleuchten.

„Mobil in der Freizeit” lautet passend für Monschau das Thema. Die Blicke der Passanten sollten, eingebunden in Podiumsdiskussionen und Unterhaltung, auf die Stärken des Nahverkehrs gelenkt werden. „Auch wir müssen uns in Zukunft neu organisieren”, betonte AVV-Geschäftsführer Hans Joachim Sistenich vor dem Hintergrund des demografischen Wandels.

Es gelet Zugangsbarrieren für alle Altersgruppen der Gesellschaft abzubauen. „Niemand muss Angst haben, dass er unser System nicht versteht” , stellte Sistenich mehr Transparenz und individuell abgestimmte Angebote heraus. Gerade auf dem Land müsse man sich neuen Herausforderungen stellen. Schulstandorte würden konzentriert, und die Zahl der Schüler sinke.

Demgegenüber werde der Transportaufwand immer umfangreicher. Daher müsse man sich auch über veränderte Schulanfangszeiten unterhalten, um eine höhere Ausnutzung zu erzielen.

Auch junge Leute sollten aktiviert werden, den Nahverkehr zu nutzen, dies auch im Verbund mit Elektromobilität. Sistenich: „Man muss nicht unbedingt ein Auto besitzen.” Ziel seies, eine „Rundum-Mobilität” zu bieten.

Monschaus Bürgermeisterin Margareta Ritter betonte, dass sich durch den wachsenden Freizeitverkehr für die Region neue Chancen für die Nutzung des ÖPNV ergeben würden.

Als dann die Gesprächsrunden unter der flotten Moderation von Redakteur Esser auf der Bühne begannen, vertrieben Gewitterschauern viele Besucher, eine Form der Mobilität, auf die man gerne verzichtet hätte.